Das sind die neuen Emojis

Vom schwangeren Mann bis zur Disco-Kugel

16.09.2021
, 17:14
Der Freudentränen Smiley ist nach Angaben von Unicode der am häufigsten genutzte Emoji.
In Messengerdiensten stehen bald 37 neue Emojis zur Verfügung: Darunter sind neue Geschlechteroptionen, ein Gesicht, das Tränen zurückhält, ein Vogelnest und ein Autoreifen. Ein Wunsch der Nutzer bleibt aber offen.

Ein Vogelnest und ein schmelzendes Gesicht, eine Disco-Kugel und ein schwangerer Mann: Die gemeinnützige Organisation Unicode-Konsortium hat sein Update für den internationalen Zeichenstandard Unicode vorgestellt, das zahlreiche neue Emojis und Zeichen bereithält. Bis die neuen Zeichensätze auf den Betriebssystemen von Apple, Microsoft und Co. integriert werden, kann es zwar noch einige Monate dauern. Ein Blick auf die neue Auswahl ist trotzdem schon möglich, insgesamt 37 neue Emojis und 838 neue Schriftzeichen sollen den Nutzern nach Einschätzung des Blogs Emojipedia ab spätestens Anfang 2022 zur Verfügung stehen.

Unter anderem soll es sieben neue Gesichter im klassisch gelben Smiley-Stil geben. Eins davon war eigentlich bereits vor dem Update verfügbar: Ein gelbes Emoji, das sich die Hand vor den Mund hält. Allerdings führte das in der Benutzung zwischen verschiedenen Plattformen zu Verwirrung. In den Versionen von Google, Twitter oder Microsoft lächelt das Emoji, während der gleiche Emoji auf Facebook und Apple geschockt oder überrascht aussieht. In dem neuen Update soll es auf allen Plattformen einheitlich sein. Neu sind etwa ein Gesicht, dass Tränen zurückhält, und eines, das sich die Hände vor sein Gesicht hält – und durch den Spalt zwischen seinen Fingern spickt.

Mehr Geschlechteroptionen

Mit drei weiteren Neuzugängen sollen mehr Geschlechteroptionen zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich zu den bereits existierenden Emojis von einem Prinzen und einer Prinzessin wurde eine Person ohne offensichtliches Geschlecht mit Krone eingeführt. Die schon vorhandene schwangere Frau wurde außerdem durch einen schwangeren Mann und eine schwangere geschlechtsneutrale Person ergänzt. Sie sollen dabei nicht nur etwa trans Männern oder Personen, die sich als non-binär identifizieren, gerecht werden, wenn sie ein Kind gebären. Das Konsortium weist darauf hin, dass die Emojis auch für einen aufgeblähten Bauch oder das sogenannte „Food-Baby“ stehen können – also den gut gefüllten Magen nach einer ausgiebigen Mahlzeit: „Endlich ein Emoji für das unangenehme Gefühl, zu viel zu Mittag gegessen zu haben.“

Beispielbilder des Blogs Emojipedia zeigen, wie die neuen Emojis aussehen könnten, wenn sie veröffentlicht werden.
Beispielbilder des Blogs Emojipedia zeigen, wie die neuen Emojis aussehen könnten, wenn sie veröffentlicht werden. Bild: Emojipedia

Neu sind ebenfalls einige Emojis für verschiedene Gesten und die Option, bei den sich schüttelnden Händen die Hautfarben für jede Hand individuell zu bestimmen. Hinzu kommen einige eher amüsante Symbole, wie ein Troll, eine Disco-Kugel oder Seifenblasen. Der Wunsch vieler Nutzer nach einem rosa Herz wird jedoch auch in diesem Update nicht erfüllt: Eine neue Farbe bei den Herz-Emojis ist in der aktuellen Version nicht dabei, dafür zwei Hände, die mit den Fingern ein Herz formen.

Emojis sind nur ein Bruchteil an Zeichen, die Unicode bereitstellt. Sie machen nur 3633 der insgesamt 114.697 Zeichen aus, die Unicode 14.0 beinhaltet. Einige Neuheiten dabei sind 185 Znamëna-Zeichen, die anstelle von Noten bei Znamenny-Gesängen etwa in der russisch-orthodoxen Kirche verwendet werden. Ebenso wurden die Schriftzeichen der im Nordosten Indiens verbreiteten Sprache „Toto“ eingeführt. Auf Webseite des Konsortiums heißt es zusammengefasst über die Mission der gemeinnützigen Organisation: „Jeder auf der Welt sollte in der Lage sein, seine eigene Sprache auf Handys und Computern zu verwenden.“

Quelle: cein.
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