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Tech-Talk

Blackberry beerdigt

EIN KOMMENTAR Von Michael Spehr
 - 11:01

Ein Abschied auf Raten und die Geschichte einer Disruption: 1996 stellte ein Unternehmen namens Research In Motion seinen Interactive Pager vor, ein handgroßes Gerät mit flachem Display, das die E-Mail mobil machte. Daraus wurden alsbald die Blackberrys mit ihrer markanten Minitastatur unter der Anzeige. Plötzlich waren Manager und Geschäftsführer überall per E-Mail erreichbar. Blackberry war das Business-Smartphone schlechthin, es war geradezu eine Produktivitätsmaschine für Leute, die sich darauf einließen.

Als Apple 2007 mit dem iPhone debütierte, begann der Siegeszug der Smartphones mit berührungsempfindlicher Anzeige und Fingersteuerung. Ein ganz anderes Paradigma: Nicht aufs Geschäft ausgerichtet, sondern auf das ganze Internet. Nicht auf lange Akkulaufzeit und Datensparsamkeit programmiert, sondern auf vollen Genuss ohne Grenzen.

Der Blackberry-Hersteller Research In Motion versuchte sich auch an solchen Modellen, scheiterte indes. Doch 2013 erschien das Blackberry-Betriebssystem 10, ein großer Wurf, technisch eine Meisterleistung, und die zugehörigen Geräte waren nach Überwindung obligatorischer Kinderkrankheiten richtig gut. Der frühere deutsche Siemens-Manager Thorsten Heins war damals Vorstandsvorsitzender des kanadischen Unternehmens.

Der junge Schwung kam leider zu spät. 2015 wechselte das Unternehmen zum Google-Betriebssystem Android, die Minitastatur blieb, und im Herbst 2016 war auch dieser Versuch beendet. Fortan gab es noch einige neue Blackberrys, die vom chinesischen Unternehmen TCL in Lizenz hergestellt wurden. Diese Episode ist nun auch vorbei. TCL wird keine weiteren Blackberry-Smartphones fertigen. Ob sich ein neuer Lizenznehmer findet, ist fraglich.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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