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Neuigkeiten von Apple

Drei iPhones, eine Apple Watch und ein iPad

Von Michael Spehr und Marco Dettweiler
 - 21:15
 iPhone 11 Pro, Erhältlich ab 20.09. zur Bildergalerie

Drei neue iPhone-Modelle, neue Apple Uhren und weitere spannende Details: Der amerikanische Konzern hat am Dienstag in Kalifornien seine modernisierte Produktpalette mobiler Geräte vorgestellt. Leitgedanke der diesjährigen Show: Die Smartphones erhalten bessere Foto- und Videofähigkeiten, mit Abo-Diensten für Filme und Spiele setzt Cupertino stärker denn je auf Services und will sich von der Hardware-Abhängigkeit lösen. Erstmals erhält das iPad ein eigenes Betriebssystem und soll damit als Notebook-Ersatz dienen.

Apple Arcade

Mit Apple Arcade startet im Herbst ein Abo-Service für Spiele auf Mobilgeräten und Rechnern. Die Apps können im App Store heruntergeladen werden. Auf der Bühne gab es einige Demos von Spielen zu sehen. Arcade kommt vom 19. September an in mehr als 100 Ländern für fünf Euro pro Monat. Das ist verblüffend günstig. Aber die während der Show gezeigten Spiele haben nicht jeden begeistert.

Apple TV+

Apple TV + steht ebenfalls in den Startlöchern. Es handelt sich um einen Video-on-Demand-Service, der mit Netflix und Amazon Prime Video konkurrieren will und vor allem eigenproduzierte Serien und Filme bietet. Wie bei der Konkurrenz gibt es einige „Original“-Produktionen. Für die neueste zeigte Tim Cook einen Trailer auf der Bühne: „See“. Am 1. November startet Apple TV + in mehr als 100 Ländern. Auch hier ist der Preis klein: Nur fünf Euro pro Monat werden für das Familien-Abo verlangt. Beim Kauf eines Produktes von Apple ist das Abo ein Jahr kostenlos.

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Aus der aktuellen Keynote
Apple stellt iPhone mit drei Kameras vor

Neues iPad

Das neue Einsteiger-iPad kommt mit einem 10,2 Zoll großen Bildschirm und einer Auflösung von 3,5 Millionen Pixel. Das iPad der 7. Generation darf man nicht an den Maßstäben der Pro-Modelle messen. Es bleiben die breiten Ränder an den Seiten sowie die Home-Button zur Steuerung und biometrischen Identifizierung. Dennoch hat das neue iPad alle Vorteile von iPad OS sowie einen USB-Typ-C-Anschluss. Die Kamera verwendet eine Auflösung von 8 Megapixel. Das iPad kann mit dem Apple Pencil genutzt werden. Der Akku soll 10 Stunden durchhalten, und der Preis beginnt bei 380 Euro für die Variante mit W-Lan und 32 Gigabyte Speicher. Das neue iPad kommt am 30. September in den Handel.

Apple Watch Series 5

Nur ein Jahr nach der Series 4 kommt bereits eine Apple Watch Series 5. Äußerlich kaum von ihrem Vorgänger zu unterscheiden, gibt es jedoch eine wichtige Änderung: Das Always-on-Display. Die Anzeige bleibt also immer eingeschaltet, man muss nicht den Arm heben, um neue Nachrichten zu sehen. Ungeachtet der verbesserten Anzeige hält der Uhrenakku bis zu 18 Stunden durch. Ferner ist jetzt ein Kompass eingebaut, der sofort die Richtung anzeigt, in die man schaut. Eine eigene Kompass-App ist ebenfalls neu. Die Notfall-Funktionen der Apple Watch rund um Sturzerkennung und Alarmierung der Rettungskräfte wurden ausgebaut, nun wird Hilfe in aller Welt gerufen, unabhängig davon, in welchem Land man sich gerade aufhält. Das Gehäuse ist nicht nur in Aluminium oder Edelstahl gehalten, es kommen auch zwei vermutlich teure Varianten in Titan und Keramik dazu. Die Preise für die Series 5 beginnen ab 450 Euro. Am 20. September startet der Verkauf.

Drei neue iPhone-Modelle

Obwohl Apple nach Kräften bemüht ist, seine Abhängigkeit vom iPhone zu lockern, stehen drei neue Modelle im Vordergrund des Interesses. Sie sind die Nachfolger des bisherigen Portfolios bestehend aus iPhone X R, iPhone X S und X S Max. Bauform, Bildschirmdiagonale, Materialien und viele Details bleiben gleich. Wer die Geräte des Modelljahres 2018 von den aktuellen unterscheiden will, muss auf die Rückseite mit der neu gestalteten Kameraeinheit sehen.

Einstiegsgerät iPhone 11 mit 64 Gigabyte Speicher Das iPhone 11 ist das Einstiegsgerät und bietet eine Bildschirmdiagonale, die mit 6,1 Zoll üppig ausfällt. Es bleibt allerdings bei einer eher kleinen Auflösung von 1792 x 828 Pixel. Im Unterschied zum Vorgänger befinden sich nun zwei Kameraoptiken auf der Rückseite mit jeweils 12 Megapixel: Weitwinkel und Superweitwinkel. Zwischen beiden Zoomstufen kann man jederzeit mit einem Fingertipp umschalten. Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite bringt es nun auch auf 12 Megapixel. Wie bei der Konkurrenz gibt es jetzt einen Nachtmodus, der auch unter widrigen Lichtverhältnissen schöne und detailreiche Aufnahmen erlauben soll. Die Videofunktion hat Apple ebenfalls verbessert, 4k-Aufnahmen sind mit bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich.

Wie immer kommt mit jeder neuen iPhone-Generation auch ein neuer Prozessor zum Einsatz. Der A13 mit 8,5 Milliarden Transistoren ist der derzeit schnellste Apple-Prozessor und soll auch die Recheneinheiten der Konkurrenz weit hinter sich lassen. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, sechs Farben sorgen für Abwechslung. Und auch das iPhone kann wie die meisten Smartphones Filme in Dolby Atmos wiedergeben. Der Akku soll eine Stunde länger halten als beim iPhone X R. iPhone 11 Pro und 11 Pro Max Für seine neuen Spitzengeräte in zwei Bauformen wählt Apple erstmals den Namenszusatz Pro. Auch hier kommt der A13-Prozessor zum Einsatz.

Die beiden Oberklassegeräte im Edelstahlgehäuse verwenden wie gehabt ein Oled-Display mit hohem Kontrast, kräftigen Farben und kommen in der Größe der bisherigen Modelle mit 5,8 Zoll als iPhone 11 Pro und als übergroßes iPhone 11 Pro Max mit einer Bildschirmdiagonale von 6,5 Zoll. Die Auflösung von 2688 x 1242 Pixel entspricht jener der Vorjahresmodelle, und wie gehabt sind sie in drei Ausbaustufen mit 128, 256 und 512 Gigabyte Speicher erhältlich. Neben Grau, Silber und Gold tritt nun erstmals eine grüne Gehäusefarbe. Die Geräte sind besser gegen Wasser geschützt und verwenden ein Glas, das bruchsicherer sein soll. Erstmals legt Apple ein 18-Watt-Ladegerät für diese iPhones bei, es erlaubt schnelleres Laden.

Neue Kamera für die iPhones

Sodann ist natürlich auch die Kamera verbessert worden. Das iPhone 11 hat eine Doppeloptik, beim 11 Pro und 11 Pro Max ist nun erstmals eine Dreifachoptik verbaut, die sich markant auf der Rückseite abhebt. Es handelt sich um eine Hauptkamera (25 mm), eine Telelinse (52 mm) sowie um ein Ultraweitwinkelobjektiv (13 mm) mit einem Sichtfeld von 120 Grad. Insgesamt kommen die Pro-Modelle so auf einen vierfachen optischen Zoom.

Alle drei Kameras lösen wie gehabt mit 12 Megapixel auf. Weiterhin lassen sich aus der Kombination mehrerer in dichter Abfolge geschossener Fotos bessere Low-Light-Fotos mit höheren Kontrasten und mehr Details errechnen. Die Technik nennt Apple Deep Fusion. Das iPhone schießt schon neun Fotos, bevor der Auslöser gedrückt wird. Dann wird ein Bild mit 24 Millionen Pixel errechnet und zusammengesetzt. Das iPhone 11 Pro kostet mindestens 1150 Euro (64 Gigabyte), das iPhone 11 Pro Max mindestens 1250 Euro (64 Gigabyte). Beide sind ab dem 20. September erhältlich.

iPad OS 13 und iOS 13

Vom 17. September an ist das neue iOS 13 gleich in einer Version 13.1 für die seit 2015 auf den Markt gebrachten Apple-Geräte verfügbar. Jetzt erhält das iPad ein eigenes Betriebssystem, es heißt iPad OS und läuft auf den iPads, die von 2014 an auf den Markt kamen. In Verbindung mit dem Mac OS 10.15 Catalina nähern sich Mobilgeräte und Rechner aneinander an.

iPad-Apps kommen auf den Mac und sehen auf allen Plattformen identisch aus. Ein Dunkelmodus ist die wichtigste optische Neuerung. Mit iPad OS lassen sich Dokumente nicht nur nebeneinander darstellen, sondern das Tablet dockt mit der Sidecar genannten Funktion als Zweitmonitor an den Mac-Rechner an, sofern dieser seit 2016 hergestellt wurde.

Face ID verbessert, 3D Touch entfernt

Die biometrische Gesichtserkennung Face ID wurde weiterentwickelt. Sie erfasst das Gesicht nun über einen breiteren Winkel. Man muss also nicht mehr direkt auf das iPhone schauen, um es zu entsperren. 3D Touch, die Erkennung der Druckstärke auf dem Display, entfällt bei allen Geräten, statt dessen kommt Haptic Touch, das es bereits auf dem iPhone X R gegeben hatte: Mit längerem Drücken ruft man weitere Optionen auf und erhält durch leichtes Vibrieren eine Rückmeldung.

Mehr Datenschutz

Gestärkt werden Datenschutz, Privatsphäre und Sicherheit. Der verbesserte Datenschutz in iOS 13 und iPad OS 13 hat schon vor der finalen Fertigstellung der beiden Betriebssysteme für Proteste von App-Entwicklern gesorgt. Man sieht nämlich künftig, welche Apps im Hintergrund fortwährend den Aufenthaltsort abfragen. Mit dem Hinweis erhält man die Option, die ständige Standortabfrage auszuschalten. Auch weist Apple jetzt darauf hin, wenn Apps auf Bluetooth zugreifen wollen. Damit wird das Bluetooth-Tracking im Einzelhandel unterbunden. Noch weitgehender schützt „Anmelden mit Apple“: Es geht um die „Login mit“-Dienste, die als Mittelsmänner ein Identitätsmanagement anbieten. Hier bietet Apple ein neues System an, das die Nachteile eines „Login mit Google“ oder „Login mit Facebook“ vermeidet und unter anderem mit Weiterleitungsadressen arbeitet.

Mehr Tempo, Fingermalen auf der Tastatur

Die Mobilbetriebssysteme bekommen mehr Tempo. So soll zum Beispiel die Gesichtserkennung Face ID um 30 Prozent schneller arbeiten, und beim Starten von Apps ist die höhere Geschwindigkeit ebenfalls zu sehen. Mit Fingermalen und Wischen über die virtuelle Bildschirmtastatur steht nun eine alternative Eingabemethode parat, die es in der Android-Welt schon lange gibt. Neue Gesten sollen das Positionieren des Cursors und die Textauswahl vereinfachen.

Endlich Zugriff auf externe Medien

Der Speicher auf dem iPhone oder iPad wird für Nutzer zugänglich, man kann neue Ordner erstellen, und nun werden externe Speichermedien unterstützt, also etwa USB-Sticks, SD-Karten oder Festplatten. Die Dateien-App zeigt die Inhalte des Laufwerks. Ordner im iCloud-Drive lassen sich jetzt für Dritte freigeben.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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Autorenporträt / Dettweiler, Marco
Marco Dettweiler
Redakteur in der Wirtschaft.
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