FAZ plus ArtikelBeamer im Test

Lichtspiele im Lockdown

Von Wolfgang Tunze
16.02.2021
, 12:50
Von Standard bis High-End: Wie Beamer aus drei Klassen das Wohnzimmer in ein Heimkino verwandeln.

Der Lockdown legt die Kinos still, der Winter friert die Straßen ein. Das sind beste Voraussetzungen für gemütliche Lichtspiele in den eigenen vier Wänden. Was braucht man dafür? Ein bequemes Sofa natürlich, gern auch Pantoffeln und eine Kuscheldecke. Vor allem aber die richtige Hardware. Welcher Beamer passt in welche Umgebung? Wir haben drei Modelle ins Visier genommen, stellvertretend für die wichtigsten Geräteklassen. Einsteigergeräte gibt es schon zu Preisen um 300 Euro. Dafür bekommt man Projektoren, die auch im Büro Nützliches leisten, etwa eine Powerpoint-Präsentation an die Wand werfen. Für gehobenen Videospaß aber empfehlen wir Anspruchsvolleres. Modelle, die mit zeitgemäßen Auflösungen in Ultra HD zurechtkommen, die alle gängigen Bildfrequenzen unterstützen und in flüssige Bewegungsabläufe umsetzen, ein weites Farbspektrum abdecken, die Leinwand mit hinreichender Helligkeit erleuchten und mit starken Kontrasten selbst die hellsten und die finstersten Bildpartien differenziert darstellen.

Ein Apparat, der solche Eigenschaften verspricht und trotzdem nicht gleich ein Vermögen kostet, heißt W 2700 und stammt von Benq. Er ist für 1500 Euro zu haben; seine jüngste, W 2700 i genannte Variante kostet 300 Euro mehr und bietet dafür einen zusätzlichen Dongle, den man an einen der beiden HDMI-Anschlüsse steckt und damit Streaming-Dienste erschließt. Der kleine Außenborder bringt Android TV ins Spiel, zeigt also eine ähnliche Nutzeroberfläche wie die Android-Fernseher von Sony und Philips, zapft über W-Lan alle gängigen Medienportale und unterstützt Sprachsteuerung. Die Bilder erzeugt das rund vier Kilogramm schwere Gerät mit einem DLP-Chip, also einem Halbleiter, der auf seiner Oberfläche mikroskopisch winzige Spiegelelemente blinzeln lässt, eines für jedes Bildpünktchen. 1920 mal 1080 Mini-Reflektoren versammeln sich dort. Damit aus dem Raster die viermal so feine Ultra-HD-Auflösung wird, zeigt der Chip jedes Einzelbild mehrmals nacheinander, mit einem optischen Kniff jeweils um ein Pixel verschoben. XPR heißt das Fachkürzel für diese Lösung.

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Quelle: F.A.S.
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