Digitaler Bilderrahmen im Test

Foto wechsel dich

Von Michael Spehr
07.12.2021
, 10:37
Der Mason Luxe hat eine Display-Diagonale von 9,7 Zoll und eine Auflösung von 2048 × 1536 Pixel.
Der digitale Bilderrahmen von Aura Frames kommt mit cleverer App. Die ganze Familie kann Fotos schicken.
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Digitale Bilderrahmen sind auch in diesem Jahr ein schönes Weihnachtsgeschenk. Zu Preisen von 100 Euro an zeigen sie Fotos und bisweilen auch Videos auf einer Anzeige, die meist die Diagonale eines Tablets hat, also 10 Zoll. Die Fotos liegen auf einer SD-Speicherkarte mit 32 Gigabyte oder mehr und lassen sich auch von einem USB-Stick oder per WLAN zur Anzeige schicken. Das alles ist technisch kein Hexenwerk.

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Unterschiede gibt es hinsichtlich der Verarbeitungs- und Displayqualität sowie der Ausstattung. Wir haben jetzt ein eher teures Gerät einige Zeit erprobt, den Bilderrahmen Mason Luxe des Herstellers Aura Frames. Das Unternehmen ist schon länger auf dem Markt und hat eine ganze Palette unterschiedlicher Rahmen im Angebot. Der Mason Luxe hat eine Display-Diagonale von 9,7 Zoll und eine Auflösung von 2048 × 1536 Pixel. Er kostet 260 Euro. Mit denselben technischen Daten, aber hochwertigerer Einfassung gibt es auch den „Smith“ für 400 Euro. Ein günstigeres Modell ist der „Mason“ ohne Zusatzbezeichnung im 9-Zoll-Format mit 1600 × 1200 Pixel für 200 Euro.

Der Mason Luxe kommt in einer gediegen anmutenden Geschenkbox, die neben dem Rahmen noch die Anleitung und das Netzteil mit 1,40 Meter langem Kabel mitbringt. Der Anschluss des Kabels ans Gerät ist proprietär. Schade eigentlich, eine USB-C-Buchse böte mehr Flexibilität. Der Rahmen misst 32 Zentimeter in der Diagonale, der fette Rand rund um die Anzeige gefällt nicht jedem. Auch die Tiefe von fünf Zentimetern sollte man bedenken. Auf gerader Fläche steht der Mason Luxe im Hoch- oder Querformat, die Bilder werden beim Wechsel der Ausrichtung automatisch skaliert.

Mit Kabelanschluss: Leider kommt ein proprietärer Anschluss zum Einsatz.
Mit Kabelanschluss: Leider kommt ein proprietärer Anschluss zum Einsatz. Bild: Hersteller

Was diesem Rahmen fehlt, ist ein Speicherkarten-Slot. Fotos und Videos müssen vielmehr durch die Cloud gehen, und da hat sich Aura Frames einiges ausgedacht. Man lädt eine App für iOS oder Android, verbindet den Rahmen mit seinem WLAN, erstellt ein Nutzerkonto und kann anschließend Fotos oder Videos aus der eigenen Smartphone- oder Tablet-Bibliothek zum Hochladen auf die Aura-Server auswählen. Dass hier Dritte möglicherweise eigene Familienfotos oder Privates sehen, mag nicht jedem gefallen.

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Nach einiger Wartezeit trudeln dann die Fotos und Videos auf dem Bilderrahmen ein, und in der App lässt sich die Darstellung vielfältig konfigurieren. So lässt sich die Verweildauer der Diashow zwischen 15 Sekunden und 24 Stunden je Bild vorgeben, die Reihenfolge ändern und vieles mehr. Wenn Familienmitglieder eigene Aura-Konten anlegen, können sie ebenfalls den Rahmen mit ihren Schnappschüssen beschicken. Ideal also, um beispielsweise die Großeltern fortwährend mit frischem Foto-Futter zu versehen, auch wenn alle Familienangehörigen weit voneinander entfernt leben.

Will der Rahmen-Nutzer schnell von einem Bild zum nächsten wechseln, wischt er über eine berührungsempfindliche Leiste am oberen oder seitlichen Rand. Mit dieser Steuerung lassen sich auch einige Funktionen des Mason Luxe aktivieren, ohne ein Smartphone in die Hand zu nehmen. So kann man den digitalen Bilderrahmen ausschalten oder einzelne Fotos löschen. Dank eingebauter Lautsprecher werden Videos sogar mit Ton wiedergegeben. Um Irritationen zu vermeiden, erfolgt die Audio-Ausgabe allerdings nur, wenn man auf die Bedienleiste tippt. Mit eingebauten Sensoren wird das Umgebungslicht gemessen und die Darstellung angepasst. Die Qualität der Anzeige ist vorzüglich, und bei Dunkelheit schaltet sich der Rahmen automatisch aus.

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Der Speicherplatz für Fotos und Videos ist übrigens unbegrenzt, und es fallen keine weiteren Kosten an. Der Mason Luxe hat uns gut gefallen und empfiehlt sich als hochwertiges Weihnachtsgeschenk. Man beachte, dass der Beschenkte zu Hause WLAN haben muss und dass es in der App die Option gibt, den Rahmen schon vorab mit Fotos zu bestücken, die sich dann gleich nach dem Auspacken zeigen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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