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Funklautsprecher von Piega

High-End-Zwerge vom Zürichsee

Von Wolfgang Tunze
 - 16:20
Funklautsprecher Premium Wireless 301 von Piega

Musikalischer Flurfunk und High End – geht das zusammen? Geht, meint Piega. Die Lautsprechermanufaktur in Horgen am Zürichsee sollte es wissen, denn was dort entsteht, kann schon mal mannshoch emporragen und den Gegenwert einer bescheidenen Immobilie repräsentieren. Aber die Schweizer bauen auch Schallwandler mit handlicheren Dimensionen und zu irdischen Tarifen. Eines der kleinsten Modelle, ein Zweiwegeböxchen mit dem Typennamen Premium 301, gibt es jetzt auch mit Funk-Ausstattung, als Premium Wireless 301 eben. Wie viel High End steckt denn überhaupt in diesem Kleinkaliber?

Immerhin prägen zwei markentypische Details das Erscheinungsbild: Piega baut gern Lautsprechergehäuse aus Aluminium. Auch seiner 301 verpasste der Hersteller einen Korpus aus dem schimmernden Leichtmetall, mit elegantem, schwungvollem Grundriss und massiven Boden- und Deckplatten. Ein weiteres Erkennungsmerkmal: Hohe Töne vertraut Piega am liebsten speziellen Bändchenmembranen aus eigener Entwicklung und Fertigung an. Daher auch der Firmenname: Auf Italienisch heißt piegare „falten“, was auf das Bauprinzip der Bändchen anspielt.

In den 301-Hochtönern bestehen sie aus hauchzarten, mit einer stabilisierenden Prägung versehenen Metallfolien, auf deren Rückseiten filigrane, flache Antriebsspulen aus extrem dünnem Aluminium mäandern. Der Vorteil: Die bewegte Masse dieses Membrantyps ist unschlagbar niedrig. Die dünne Folie kann den Musiksignalen deshalb extrem schnell und exakt folgen. Die Bässe und die mittleren Frequenzen bestreiten konventionelle Chassis mit 14 Zentimeter großen Membranen, die in ihrer Arbeit von zwei Bassreflexöffnungen auf den Gehäuserückseiten unterstützt werden.

In der Drahtlos-Version der 301 sitzt zudem aktive Elektronik mit dem Funkempfänger, einer analogen Eingangsstufe mit hochauflösendem Analog-Digital-Wandler, einem Signalprozessor und Schaltendstufen. Ein dreistufiger Schalter auf seiner Rückseite definiert die Rolle des Lautsprechers: Er kann den rechten oder den linken Stereokanal wiedergeben, er kann aber auch als Solist im Monobetrieb arbeiten.

Ein weiteren Schalter dient klanglichem Feintuning: Steht der 301 sehr nah vor einer Wand oder gar in einer Zimmerecke, hilft eine Tiefton-Absenkung um drei oder gar sechs Dezibel. Ein dritter Kippschalter schließlich ordnet den Lautsprecher einer von drei möglichen Gruppen zu, für den Fall, dass mehrere Piega-Systeme gleichzeitig im Haushalt aufspielen. Der Sender für die Drahtlos-Ansteuerung schließlich steckt in einem separaten schwarzen, Piega Connect genannten Kästchen. Auf seiner Rückseite sitzen die Eingänge für alle erdenklichen Zuspieler. Auch Streaming-Dienste kommen als Musiklieferanten in Frage. Allerdings muss dann ein Smartphone mitspielen.

Mit dem Tieftonschalter experimentiert

Die kleine Funk-Piega musiziert mit wunderbarer Leichtigkeit. Sie lässt Gitarrensaiten luftig flirren, intoniert Streicher mit zartem Schmelz und differenziert die Klangfarben großer Ensembles ausgesprochen sensibel. Grundtöne und obere Basslagen tönen überraschend üppig; wir haben mit dem Tieftonschalter experimentiert und fanden die so erzielte Verschlankung manchmal eher vorteilhaft. In jedem Fall: Das 301-Ensemble ist eine großartige Alternative zu vielen kompakten Funklautsprechern, die eher am unteren Ende der HiFi-Qualitätsskala musizieren. Allerdings ist es auch nicht billig: 2500 Euro kostet das Lautsprecherpaar, 500 Euro sind zusätzlich für die Connect-Box fällig.

Quelle: F.A.Z.
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