Lautsprecher von Sonos

Kleine Roamfahrt

Von Wolfgang Tunze
21.04.2021
, 15:30
Der Roam bringt gerade einmal 430 Gramm auf die Waage und misst knapp 17 Zentimeter in der Länge.
Der jüngste Lautsprecher von Sonos will mit Musik und doppeltem Netz hinaus ins Leben. Er bringt gerade einmal 430 Gramm auf die Waage und misst knapp 17 Zentimeter in der Länge.

Sonos, der Spezialist für drahtlos vernetzte Lautsprecher, will jetzt auch ins leichte Gepäck, in den Rucksack zum Beispiel oder in den Picknickkorb. Ein Outdoor-Modell der Marke gibt es ja schon länger. Es hört auf den Namen Move, aber so richtig mobil ist es nicht. Seine 3 Kilogramm Lebendgewicht am Tragegriff taugen eher für Bewegungsradien in den Grenzen des heimischen Grundstücks. Der Neue, Roam genannt, soll weiter hinaus ins Leben. Er bringt gerade einmal 430 Gramm auf die Waage und misst knapp 17 Zentimeter in der Länge, kann sich in diesen Disziplinen also mit vielen Bluetooth-Lautsprechern messen, die für den Frischlufteinsatz unterwegs sind.

Der kleine Sonos kostet 179 Euro, also deutlich mehr als viele andere Bluetooth-Modelle, aber er kann auch wesentlich mehr. Sein Name deutet es an. Für den Roam ist Bluetooth nur eine der möglichen Funkübertragungswege. Kommt er in die Nähe des heimischen W-Lan, verbindet er sich automatisch mit diesem Funknetz und wird, sofern auch andere Sonos-Modelle im Haushalt aufspielen, Teil eines Multiroomverbunds. Der elegante Netzwechsel funktioniert auch umgekehrt, sobald der Lautsprecher das Haus verlässt.

Der Roam hat die Form einer dreieckigen Säule mit abgerundeten Kanten, eine Abdeckung mit unzähligen feinen Löchern lässt den Schall nach außen. Der Lautsprecher kann stehend oder im Liegen musizieren. Gummierte Füße und eine rutschfeste Bodenfläche geben Halt. Aus demselben Material fertigt Sonos auch die Bedienfläche am Kopfende. Darunter sitzen die üblichen Elemente: Drucktasten für die Lautstärke, zum Start oder zur Unterbrechung des Musikprogramms und zur Stummschaltung des eingebauten Mikrofons, das gesprochenen Text für die Steuerungssysteme von Amazon und Google entgegennimmt. Die weichen Grenzflächen schützen vor Staub und Spritzwasser. Sogar einen Sturz in den Pool soll das Gerät überleben. Wir haben ihm diese Prüfung allerdings erspart.

Im Inneren des kleinen Musikanten sitzt ein Zweiwegesystem. Eine Kalotte gibt die Höhen wieder, eine ovale Membran steuert Mitten und tiefe Töne bei. Die nötige Energie bezieht das Gerät aus einem Akku, der bis zu 10 Stunden durchhalten soll. Anders als im größeren Move lässt sich der Energiespeicher am Ende seiner Lebenszeit nicht wechseln. Dann ist der Service gefragt. Zum Laden des Akkus dient ein mitgeliefertes USB-C-Kabel. Dass ein passendes Netzteil schon im Haus ist, setzt der Hersteller voraus. Der Energietransfer klappt aber auch drahtlos mit einer Basis nach Induktionsstandard Qi. Sie schlägt mit weiteren 49 Euro zu Buche.

Die Einrichtung geht flott von der Hand, wenn die passende App bereits für andere Sonos-Lautsprecher installiert ist. Dann fügt man den Kleinsten einfach hinzu. Im Multiroombetrieb lässt sich der Roam mit einem zweiten Exemplar zum Stereo-Set kombinieren. Und dank Swap-Funktion kann er Musik auf Tastendruck an einen anderen Lautsprecher im System übergeben. Für automatische Klangoptimierung sorgt Trueplay mit dem eingebauten Mikrofon. So konditioniert, macht der Knirps eine gute Figur. Tiefton-Muskelspiele schafft er natürlich nicht, aber den Rest des musikalischen Spektrums intoniert er selbst bei größeren Lautstärken sauber.

Quelle: F.A.Z.
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