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Notebook Envy 13 von HP

Für kühle Rechner ein heißes Angebot

Von Michael Spehr
Aktualisiert am 05.10.2019
 - 15:02
Schick: HP Envy 13.
Das Notebook Envy 13 von HP punktet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und elegantem Aussehen. Doch es gibt auch einige Ärgernisse.

Nichts aus der Oberklasse, die ist zu teuer, aber für einen guten Preis ein schönes Notebook: Wer nach dieser Maxime einen neuen Rechner sucht, könnte Geschmack am Envy 13 von HP finden. Das ungewöhnliche Design mit klaren Konturen, abgeschrägten Gehäusekanten, einem Chromring rund um das Touchpad sowie dem markanten Lautsprechergrill oberhalb der Tastatur fällt sofort auf. Das Aluminiumgehäuse wirkt hochwertig und verwindungssteif. Die Envy-Reihe ist schon länger auf dem Markt, und HP hat sie auch in diesem Jahr vorsichtig modernisiert. Wir haben den Envy 13 mit der Zusatzbezeichnung AQ 0001 NG für 900 Euro ausprobiert. Der 13-Zöller wiegt 1300 Gramm und ist damit ein Leichtgewicht für mobile Menschen.

Individuell konfigurieren lassen sich die Envys nicht, man muss eines der angebotenen Pakete wählen. Für 100 Euro mehr gibt es einen Core-i7-Prozessor und für 1300 Euro eine Variante mit acht Gigabyte RAM, 512 Gigabyte SSD und der Nvidia-Grafikkarte Geforce MX 250.

Unser Testgerät indes kam mit dem Core-i5-Prozessor aus der „Whiskey Lake“-Reihe, acht Gigabyte RAM und einer 256-Gigabyte-SSD in M.2-Bauform. Mit Maßen von 31×21×1,5 Zentimeter passt der Envy prima in die Aktentasche. Die Tastatur fühlt sich weich an, wir hätten uns einen härteren und damit präziseren Anschlag gewünscht. Beim Aufklappen des Notebooks schiebt sich der Gehäusedeckel unter die Basiseinheit, so dass diese leicht schräg steht. Das mag beim Schreiben angenehm sein – und die Lüftung des Geräts erleichtern.

Unser Testgerät hatte eine nicht berührungsempfindliche Anzeige in Full-HD-Auflösung (1920×1080 Pixel) mit hoher Helligkeit (400 Nits) und Farbtreue. Leider spiegelt sie, das ist im hellen Büro ein Nachteil. Zwar misst der seitliche Display-Rand nur wenige Millimeter, aber nach oben hin ist es schon fast ein Zentimeter und nach unten hin wundert man sich über drei Zentimeter ungenutzten, überflüssigen Trauerrand wie bei älteren Notebooks. Nach hinten lässt sich das Display bis zu einem Winkel von ungefähr 110 Grad klappen.

Mit Anschlüssen ist der Envy bestens ausgestattet: Zwei herkömmliche USB-3-Ports, einer links, einer rechts, sowie ein USB-Typ-C, der zwar Displayport für den Anschluss externer Monitore unterstützt, aber leider nicht Thunderbolt 3 für superschnellen Datentransport. Das versteht man sowenig wie die proprietäre Ladebuchse für das Netzteil und die Idiotie, dass in der Funktionstaste F6 ein rotes Lämpchen leuchtet, sobald man die Lautsprecher stummgeschaltet hat.

Für Micro-SD-Karten gibt es ein Laufwerk rechts, daneben lässt sich mit einem mechanischen Schalter die oberhalb der Anzeige liegende Webcam deaktivieren. Das ist eine nette Idee, aber warum wird die Optik nicht mechanisch geschlossen, wie bei anderen Herstellern? Man muss sich darauf verlassen, dass der Schalter so arbeitet wie vorgesehen. In die Kamera integriert ist laut HP ein Dual-Array-Mikrofon. Der biometrische Fingerabdruckscanner wandert im Vergleich zum Vorjahresmodell von der Gehäuseseite auf die Oberseite, und das Touchpad hat nun eine Plastikoberfläche statt Glas. Der Lüfter des Envy springt im Vergleich mit dem alten Modell seltener an. Die Akku-Laufzeit gibt HP mit bis zu 15 Stunden an, man rechne eher mit acht bis zehn, das ist ein guter Wert. Windows 10 ist leider nur in der Home-Version aufgespielt, das passt nicht zum sonst guten Eindruck eines empfehlenswerten Geräts.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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