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Modell 8.1 ausprobiert

Nokias neue obere Mittelklasse

Von Marco Dettweiler, Espoo
 - 18:49
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Nokia hat am heutigen Mittwoch in Dubai und Helsinki sein neues Smartphone Nokia 8.1 vorgestellt. In der Nähe von Helsinki befindet sich die Firmenzentrale von HMD Global, dem Unternehmen, das die Marke Nokia wiederaufleben lässt.

Schaut man nur auf den Preis des Neuen, er beträgt 450 Euro, und denkt an die 1000-Euro-Grenze, an der sich die Flaggschiffe von Apple, Samsung und Huawei tummeln, könnte man das Nokia 8.1 für ein Mittelklasse-Gerät halten. Doch der Eindruck trügt. Schon das Gehäuse hinterlässt beim ersten Ausprobieren einen sehr wertigen Eindruck. Auch gibt es eine Kamera mit Doppel-Optik. Sie stammt wie bei den anderen Nokia-Modellen von Zeiss. Das erste Objektiv erfasst 12 Megapixel, das zweite 13 Megapixel, und es erzeugt einen Unschärfe-Effekt, der in Echtzeit geändert werden kann. Ein optischer Zoom fehlt, wer näher an ein Objekt heran will, muss sich auf den Digitalzoom verlassen. Im Vergleich zu Googles Pixel 3 oder Huaweis Mate 20 Pro kann dieser nicht mithalten. Beim Hands-on schlägt sich die Kamera bei etwas düsterer Umgebung recht gut, was möglicherweise an der Größe der “Superpixel“ liegt, mit welchen der Sony-Bildsensor Licht fängt. Für die Selfie-Generation hält das Nokia 8.1 in seiner Frontkamera 20 Megapixel bereit, die Software soll für gute Aufnahmen auch im Dunklen sorgen, was wir noch nicht ausprobieren konnten.

Der Bildschirm ist mit einer Größe von knapp über 6 Zoll üppig. Während einiger Minuten des Ausprobierens macht er einen hellen, kontrastreichen Eindruck. Nokia wirbt mit einem “Pure-Display”. Mit einem Seitenverhältnis von 19:9 hat der Bildschirm einen länglichen Charakter. Er löst in Full-HD+ auf und kann Filme, die einen hohen Kontrastumfang (HDR) haben, entsprechend darstellen. Was natürlich nicht fehlen darf: die Einkerbung am oberen Rand, Notch genannt. Konsequent ist die Gestaltung der Anzeige nicht. Am unteren Rand hätte Nokia sie noch weiter zum Gehäuseende ziehen können.

Der Prozessor zeigt, welcher Klasse das Smartphone zuzurechnen ist. In der Android-Oberklasse regiert der Snapdragon 835. Hier kommt gute Mittelklasse mit dem Snapdragon 710 zum Einsatz. Dieser ist jedoch schnell genug für die meisten Funktionen, so dass der Unterschied im Alltag kaum zu spüren sein wird. Der Akku bringt 3500 Milliamperestunden mit und dürfte selbst im intensiven Einsatz länger als einen Tag durchhalten.

Nokia war eines der ersten Unternehmen, die ihre Geräte mit Android One ausstatteten. Die Kooperation mit Google garantiert aktuelle Sicherheits- und Softwareupdates. Deswegen wird das Nokia 8.1 mit dem neuen Android-Betriebssystem Pie (Version 9) kommen, auf das Besitzer wesentlich teurer Androiden noch eine Weile warten müssen, weil andere Hersteller das Betriebssystem erst anpassen müssen.

Nokia bietet vom Anfänger-Smartphone Nokia 1 bis hin zur oberen Mittelklasse mit dem Nokia 8.1 in kurzen Preisschritten ein breites Android-Portfolio, so dass Freunde der Marke schnell ihr passendes Wunschgerät finden. Nach oben hin bleibt das Nokia 8 Sirocco das Top-Modell. Wie gut sich das Nokia 8.1 im Test schlägt, wird an dieser Stelle im Januar zu lesen sein. Anfang des Jahres kann man erst das Gerät bestellen und kaufen. Für ein Weihnachtsgeschenk ist es dann zu spät.

In der ursprünglichen Version des Textes war von 400 Euro die Rede. Diesen Preis hatte Nokia während der Veranstaltung kommuniziert. Korrekt sind 449 Euro.

Quelle: FAZ.NET
Marco Dettweiler
Redakteur in der Wirtschaft.
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