FAZ plus ArtikelSicheres Smartphone

Das Edward-Snowden-Experiment

Von Michael Spehr
16.09.2021
, 14:56
Mit der Spionage-Software Pegasus lässt sich fast jedes Smartphone ausforschen, auch das iPhone. Wie kann man sich schützen?
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Das Smartphone sei ein Spion in der Hosentasche, spottete mancher in den Anfangszeiten dieser Gerätegattung, denn die Apparate hatten im Unterschied zu einem simplen Telefon den GPS-Empfang eingebaut und natürlich auch eine Kamera. Die gedachte Spionagetätigkeit im Nebenjob bezog sich auf neugieriges Ausspähen durchs Betriebssystem und dann und in viel stärkerem Maße durch Apps, die heimlich auf Kontakte, Standort und andere private Informationen zugriffen.

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Mit den Enthüllungen von Edward Snowden wurde die Massenüberwachung durch Geheimdienste publik, und nun kommen die Einschläge immer näher. EU-Politiker wollen die sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aushebeln. Deutschland setzt auf Staatstrojaner, die heimlich auf Smartphones installiert werden, und Mitte Juli mussten führende Politiker der westlichen Welt, Journalisten und Aktivisten erfahren, dass die Spionage-Software Pegasus auf ihren Smartphones läuft. Mit ihr lassen sich Mikrofon und Kamera aktivieren und Nachrichten lesen. Dieser Vollzugriff auf das Gerät gelingt auf beängstigende Weise – ohne dass der Angegriffene irgendetwas davon erfährt oder auf einen Link klicken muss. Es wird eine Art unsichtbare SMS versendet, die das Handy dazu bringt, die Spionage-Software zu laden und zu installieren.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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