FAZ plus ArtikelTablet Remarkable 2 im Test

Wie mit Stift und Papier

Von Michael Spehr
09.09.2020
, 10:09
Das Remarkable 2 ist das dünnste Tablet der Welt. Man schreibt auf dem Bildschirm wie auf Papier. Es basiert auf einem E-Ink-Display, wie man es von den E-Book-Readern kennt.

Ganz leise hört man das Kratzen des Stifts während des Schreibens. Feine Mechanik kommt zum Einsatz, nichts lenkt ab, man konzentriert sich auf den Text. Auch wenn ein Beobachter auf den ersten Blick glauben könnte, dass wir auf Papier schreiben, ist dennoch Elektronik im Einsatz. Dieses Tablet ist anders, es basiert auf einem E-Ink-Display, wie man es von den E-Book-Readern kennt. Es ist ein Flachrechner mit Stiftbedienung und Handschrifterkennung. Gedacht für Menschen mit Bezug zum Papier, die störungsfrei arbeiten oder mit dem Stift ihren künstlerischen Ambitionen nachgehen wollen.

Der Remarkable in der Version 2 des gleichnamigen Herstellers aus Oslo beerbt seinen zwei Jahre alten Vorgänger und macht nun vieles besser. Das Tablet misst 18,8 mal 24,6 Zentimeter, hat also die Fläche eines typischen 10-Zoll-Geräts, ist aber mit 4,7 Millimetern das wohl dünnste Tablet der Welt. Das Gehäuse aus Aluminium wirkt robuster als jenes des Vorgängers und fällt mit 400 Gramm etwas schwerer aus. Die Bildschirmauflösung von 1872 mal 1404 Pixel wurde beibehalten. Alle Seiten bauen sich jetzt viel flotter auf als mit dem alten Gerät, der Prozessor ist schneller geworden, und der Arbeitsspeicher wurde auf ein Gigabyte verdoppelt. Wie gehabt ist die Darstellung monochrom und nicht beleuchtbar. Vergleicht man die Güte der Anzeige mit einem Amazon Kindle Oasis, ist die Darstellung des Kindle schärfer, kontrastreicher, beleuchtbar. Indes ist der Kindle nur ein Lesegerät. Hier aber hat man alles in einem.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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