FAZ plus ArtikelSerie „Digitale Bildung“

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Von Michael Spehr
15.10.2021
, 11:03
Digitale Bildung ist eine Herausforderung und Deutschland nicht gut aufgestellt. Das hat Corona gezeigt. Im Auftakt zu unserer Serie wagen wir eine ernüchternde Bestandsaufnahme.
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Wie in einem Brennglas bündeln sich die Probleme Deutschlands, wenn von digitaler Bildung die Rede ist. Es geht zunächst um Wettbewerbsfähigkeit und um den Wandel der Volkswirtschaft. Unternehmen müssen sich digital transformieren, in vielen Bereichen geht der Weg von der Industrieproduktion hin zur Wissensgesellschaft. Dabei spielt die Aus- und Weiterbildung eine zentrale Rolle, sie erfolgt zunehmend digital. Die Corona-Pandemie hat einen großen Veränderungsdruck auf die Unternehmen ausgeübt.

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Nach einer Studie des McKinsey Global Institutes werden bis 2030 mehr als 100 Millionen Menschen in Europa ihren Beruf wechseln müssen, um sich den Erfordernissen der digitalen Wirtschaft anzupassen. Dies betrifft in erster Linie Geringverdiener, Frauen und junge Menschen. Die Bundesregierung hatte schon 2019 eine „Nationale Weiterbildungsstrategie“ ausgerufen. Im neuesten „Umsetzungsbericht“ vom Juli ist immerhin die Rede davon, dass „die Entwicklung eines zentralen Online-Einstiegsportals für die berufliche Weiterbildung jetzt auf seine Machbarkeit hin überprüft“ werde. Es ist also bislang nicht viel passiert. Zuvor hatte im April die OECD, die Organisation der Indus­triestaaten für wirtschaftliche Zusammenarbeit, eine bessere Übersichtlichkeit der Weiterbildungsangebote in Deutschland gefordert.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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