Taycan Cross Turismo

Porsche kriegt cuviel

Von Boris Schmidt
11.05.2021
, 15:41
Porsche ist mehr als zufrieden mit dem Markterfolg des rein elektrischen Taycan. Und wem die sportliche Limousine schlicht zu unpraktisch ist, dem soll jetzt der Taycan Cross Turismo auf die Sprünge helfen.

Der in Zuffenhausen gebaute Porsche Taycan verkauft sich offenbar gut. Seit 2019 sind mehr als 20.000 Einheiten der elektrischen Sportlimousine verkauft worden, und jetzt soll eine weitere Variante dafür sorgen, dass es noch viel mehr werden. Taycan Cross Turismo nennt Porsche sein erstes CUV, also Cross Utility Vehicle, fast ein SUV, aber nicht ganz.

Der große Unterschied zur Limousine manifestiert sich im Heck. Eine große Klappe gewährt Zugang zum Laderaum, die Rückbank lässt sich umklappen, das maximale Ladevolumen steigt dann auf 1212 Liter. Porsche will freizeitorientierte Kunden ansprechen, die ihre Räder auf einen Heckträger packen und vielleicht dazu noch eine Box aufs Dach schnallen. In Deutschland sollen sich vom Sommer an 40 Prozent der Taycan-Kunden für das flexiblere Modell entscheiden, das unter der Berücksichtigung der Mehrausstattung rund 1600 Euro teurer ist.

Allerdings steigt man im Cross Turismo schon mal höher ein. Rund 93.500 Euro sind der Grundpreis, aber dafür sind immer zwei Elektromaschinen an Bord, und stets werden beide Achsen angetrieben, die Luftfederung ist Standard, ebenso die große Batterie mit ihrer Kapazität von 93,4 kWh brutto. Mit der Luftfederung lässt sich der crosse Taycan fünf Zentimeter liften, zusammen mit dem Gravel-Modus, der die hohe Leistung zügelt, hat der Elektro-Porsche tatsächlich einige Talente fürs Gelände, wovon wir uns in einem Steinbruch überzeugen konnten.

Höchstgeschwindigkeiten sind 220, 230 und 250 km/h

Vier Leistungsvarianten sind im Angebot, sie reichen von 380 bis 625 PS, im kurzfristigen Overboost gar von 476 bis 761 PS. Auch die maximalen Drehmomente beeindrucken: 500, 650, 850 oder 1050 Newtonmeter. Die möglichen Höchstgeschwindigkeiten sind 220, 230, 250 km/h. Aufladen können alle Varianten mit 270 kW, eine entsprechend leistungsfähige Ladesäule vorausgesetzt. Dann seien die Akkus in gut 20 Minuten von fünf auf 80 Prozent befüllt, verspricht Porsche.

Die Reichweite liege je nach Modell zwischen 420 und knapp 460 Kilometern, wobei man ja inzwischen weiß, dass das alles relativ ist. Mit 4,96 Meter Länge und einer Breite von 1,97 Meter ohne Außenspiegel ist der Taycan CT ein stattliches Auto, und das optionale Offroad-Paket erhöht die Bodenfreiheit noch um drei Zentimeter. Das Heck wirkt im Vergleich etwas plump, die praktischen Vorteile mögen das aufwiegen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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