FAZ plus ArtikelFahrbericht VW ID.4

Vier aus dem Takt

Von Holger Appel
18.11.2021
, 14:36
Mit dem elektrischen ID.4 dringt Volkswagen in die Welt der Tiguans ein. Das Konzept ist spannend, die Umsetzung fad. Und dann sind wir auch noch mit Motorschaden liegengeblieben.
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Keiner der angestammten Hersteller setzt zumindest nach außen so sehr auf das Elektroauto wie Volkswagen. Unter seinem Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess ist eine klare Stromroute festgelegt, er glaubt fest an den batterieelektrischen Antrieb und macht aus seiner Bewunderung für Tesla und dessen extrovertierten Chef Elon Musk kein Geheimnis. Die schier grenzenlose Zuneigung zum einen wie zum anderen wird nicht überall im Haus bedenkenlos geteilt, zumal die Neuausrichtung Zehntausende Arbeitsplätze kosten kann und die Batteriefertigung nicht über alle Umweltzweifel erhaben ist. In Wolfsburg wird das Produktportfolio freilich mit Vehemenz unter der Submarke ID elektrisiert. Erste Erfahrungen sind zweischneidig. Der in der Golf-Klasse antretende ID.3 sieht adrett aus und fährt gut, enttäuscht aber mit seiner Materialqualität mindestens all jene, die den Volkswagen immer eine Umdrehung penibler verarbeitet wussten als die Konkurrenz von Opel, Ford oder Peugeot. Und wenn Hyundai mal etwas besser konnte, setzte es ein Donnerwetter.

VW geht mit der Elektromobilität nicht nur einen technisch neuen Weg, auch das Design setzt Akzente. Die Abwesenheit des Verbrennungsmotors gibt Gestaltungsfreiheit, die sich in luftigen Innenräumen bemerkbar macht. Und in nie gekannten äußeren Linien. Die des ID.4 machen uns als bekennendem Freund des verbrennerisch viertaktenden Pendants Tiguan zu schaffen. Der gute Gestaltung reklamierende Kollege aus dem Feuilleton schrieb kürzlich, der ID.4 „liegt mit seinen quellenden Blechhüften optisch schwer im Magen und strahlt insgesamt den Charme eines unaufgebackenen, weichen Brötchens aus“.

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Die Daten

VW ID.4 Pro Performance

Empfohlener Preis 44 .915 Euro

Preis des Testwagens 58. 370 Euro

Elektromotor Leistung 204 PS (150 kW), höchstes Drehmoment 310 Nm

1-Gang-Automatik

Antrieb auf die Hinterräder

Akku Lithium-Ionen, Energiegehalt 77 kWh

Länge/Breite/Höhe 4,58/1,85/1,64 Meter

Radstand 2,77 Meter

Leergewicht 2120 Kilogramm, zulässiges Gesamtgewicht 2660 Kilogramm

Anhängelast 750 bis 1200 Kilogramm

Reifengröße 235/45 R 21 v, 255/40 R 21 h

Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Von 0 auf 100 km/h in 8,5 Sekunden

Verbrauch 18,7 bis 23,4, im Durchschnitt 22,2 kWh inklusive Ladeverlust. Nach WLTP-Norm 18,5 kWh auf 100 Kilometer, 0 Gramm CO2, Reichweite nach Norm 480 Kilometer, im Alltag 350 Kilometer. Ladedauer an der Wallbox 0 bis 100 Prozent in 7 ,5 Stunden. Ladedauer am Schnelllader mit 125 kW von 5 auf 80 Prozent in 38 Minuten unteridealen Bedingungen.

Komfort & Sicherheit

Adaptives Fahrwerk, Sportsitze, Gepäcknetz, Panoramadach, Scheibenbremsen vorn,Klimaanlage in 3-Zonen, Wärmepumpe, elektrisch klappbare Anhängerkupplung, Ambientebeleuchtung 10-farbig

Die Anderen

Tesla Model Y

Noch Chinese, bald Berliner, ab 58.000 Euro

Hyundai Ioniq 5

Eigen, kantig, mutig, von 42.000 Euro an

VW Tiguan

Klassisch, Verbrenner, gut, ab 30.000 Euro

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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