Fahrt in die Zukunft

Mini geht unter die Fischer

Von Holger Appel
10.11.2021
, 11:02
Nur minimale Hinweise: Was fährt unter der Tarnung? Antwort folgt 2023.
Im Jahr 2023 kommt der neue Zweitürer. Auch neue Crossover sind geplant. Mini nimmt elektrisch Fahrt auf und produziert in China.
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Vier Räder in den Ecken, geniale Raumausnutzung, knackiges Kleid. So begeistert Mini seit 1959 seine Fans. Die Zeiten waren nicht immer einfach, unter dem Dach von BMW ist die britische Marke aufgeblüht. Zuletzt indes herrschte gewisser Stillstand. Nun soll bald wieder Bewegenderes geschehen. Der neue Zweitürer wird im Jahr 2023 auf den Markt kommen. Erste in Sicht geratene getarnte Prototypen lassen erfreuliche Konstanz erwarten, Mini bleibt Mini.

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Die künftigen Eigner dürfen sich freilich auf ein Interieur einstellen, das nicht nur futuristischer und digitaler wird, sondern auch zeitgeistiger. Anstelle von Leder kommen Naturfaserstoffe sowie aus recycelten PET-Flaschen gewonnene Kunststoffe zum Einsatz. Aus aufbereiteten Fischernetzen werden Fußmatten. Das alles selbstredend lifestylig zubereitet mit Premium-Anspruch, der spült Geld in die Kasse. Vom Cabriolet ist übrigens keine Rede, wir vermuten, dass es noch einige Zeit in seiner jetzigen Form weiterfahren wird.

Nicht zufällig fällt auch das erste Modell einer neuen Generation elek­trisch angetriebener Fahrzeuge auf das Datum 2023. Das künftige Kernportfolio der elektrischen Flotte werde den Zweitürer sowie jeweils ein Crossover-Modell im Kleinwagen- und Premium-Kompaktsegment umfassen, heißt es. Gerade im Bereich der Crossover sieht die Marke gute Wachstumschancen. Der dort schon angesiedelte Countryman soll gleichfalls 2023 einen Nachfolger bekommen, sowohl mit elektrifiziertem Antrieb als auch mit Verbrennungsmotor. Mini will zudem neue Märkte gewinnen, allen voran China. Im Osten entsteht ein Werk, in dem ab 2023 „die für reine Elektromobilität entwickelten Modelle des Kleinwagensegments“ produziert werden.

Für Kunden und Regionen, die mit Elektroantrieben bis auf Weiteres nichts anfangen können, bleiben Benziner und Diesel im Angebot. Dies gilt auch für die Extremsportler unter der als eigene Marke firmierenden John Cooper Works, die, elektrifiziert, weiterhin Grenzbereiche erfahren sollen. Mini selbst erwartet, dass elektrische Autos bis zum Jahr 2027 rund 50 Prozent des weltweiten Absatzes ausmachen werden. 2025 soll das letzte neue Modell mit reinem Verbrennungsmotor auf den Markt kommen. Anfang der 2030er-Jahre werde Mini dann vollelektrisch sein.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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