Concept Car Mini Aceman

Das Spiel ist eröffnet

Von Boris Schmidt
14.08.2022
, 16:56
Auch Mini wird rein elektrisch. Und neben dem Ur-Mini und dem Coutryman gibt es in zwei Jahren ein drittes Modell, den vier Meter kurzen Aceman. In Köln auf der Gamescom zeigt Mini das Concept Car ab 24. August der Öffentlichkeit.
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Mit Mini ist BMW gelungen, was mit Rover gründlich missglückt ist. Die britische Marke lebt und gedeiht, im deutschen Zulassungsranking 2022 liegt man bislang auf dem siebten Platz, allerdings nur, wenn der eigentliche Mini und das Countryman-SUV zusammengezählt werden. Im Markenranking reicht es mit knapp 20.000 Verkäufen nur für die 16, aber man bleibt noch vor Tesla, Citroën, Mitsubishi und Volvo.

In diesen Tagen heischt Mini um Aufmerksamkeit mit einem elektrischen Mini als Cabrio, der wohl leider ein Einzelstück bleiben wird, und vom 24. August an ist auf der Kölner Computerspielemesse „Gamescom“ das Concept Car Mini Aceman zu sehen. Bis zum 28. August wirbt der Prototyp dann um die Gunst des jungen Publikums, der mit einer Länge von nur 4,05 Metern einen Vorgeschmack auf ein zweites SUV-Modell unter dem 4,30 Meter langen Coun­tryman gibt. Der Aceman hat vier Türen, es soll zudem noch eine zweitürig Version geben. Entwickelt wird der dritte Mini gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Great Wall, mit dem BMW ohnehin für die nächsten Mini-Generationen zusammenarbeitet.

Dass der Aceman rein elektrisch fahren wird, ist selbstverständlich. Wie es sich für eine Studie gehört, ist der Aceman vor allem im Innenraum noch sehr verspielt, es gibt nur ein großes Rundinstrument, auf dem alle Funktionen dargestellt werden. Das ist eine Hommage an den Ur-Mini von 1959. Angekündigt wird zudem eine vegane Innenausstattung, Ledersitze gehören der Vergangenheit an. Es wird aber gewiss noch zwei Jahre dauern, bis der Aceman als Serienmodell Premiere feiert. Es kann von Front- oder Allradantrieb ausgegangen werden, die gebotenen Leistungen sollten zwischen 180 und 300 PS (132 bis 220 kW) liegen. Batterien in der Größe um die 60 bis 80 kWh dürften Reichweiten von um die 400 Kilometer ermöglichen. Die nächste Generation des klassischen Mini soll gegen Ende nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Dass für eine Autopremiere eine Computerspielmesse gewählt wird, zeigt wieder, wie relativ bedeutungslos klassische Automessen inzwischen geworden sind. Die Autohersteller gehen dorthin, wo sie ihr Publikum erwarten. Neben Mini, die auch als Sponsor auftreten, sind in Köln auch Marken wie Porsche, Lego oder Puma vertreten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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