Probefahrt Opel Rocks-e

Den ersten Opel schon mit 15

Von Martina Göres
19.11.2021
, 14:51
Der Opel Rocks-e ist nur 2,41 Meter kurz.
Der Opel Rocks-e ist ein zweisitziges Mini-Elektroauto, das schon mit 15 und dem Führerschein AM gefahren werden darf. Der Winzling könnte eine Alternative zu Mofa und Lastenrad sein.
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Selten haben wir so viele lächelnde Gesichter und hochgereckte Daumen gesehen wie angesichts unserer Probefahrt mit dem batterieelektrischen Opel Rocks-e durch die Frankfurter Innenstadt. Der nur 2,41 Meter kurze, zweisitzige Stadtstromer ist Opels erstes SUM, was für „Sustainable Urban Mobility“, also für nachhaltige urbane Mobilität, stehen soll. Ein Auto ist der aus runden LED-Kulleraugen blickende rollende Würfel nicht, sondern ein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug, das sich zwischen Moped und Auto positioniert und schon von fünfzehnjährigen Teenagern mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden darf. Die Jugend hat Opel neben Kurier- und Pflegediensten oder Innenstadtpendlern als größte Zielgruppe ausgemacht.

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Das minimalistische Gefährt benötigt nur ein Versicherungskennzeichen. Mit acht PS und 5,5 kWh großer Batterie soll der Rocks-e bis zu 75 Kilometer weit kommen, bevor sein Akku an der Haushaltssteckdose in dreieinhalb Stunden wieder fit gemacht wird. Schneller als 45 km/h, die nach rund zehn Sekunden erreicht werden, darf der mindestens 7990 Euro teure Rocks-e nicht sein, damit ist das Einsatzgebiet klar definiert.

Im unverkleideten, erstaunlich geräumigen und dank serienmäßigem Panoramaglasdach lichtdurchfluteten Innenraum nehmen Fahrer und Beifahrer auf kaum gepolsterten, leicht versetzten Sitzen Platz. Ein winziges Display hinter dem Lenkrad liefert Informationen zu Tempo, Batterie und Reichweite. Lautstark sorgt ein Heizlüfter dafür, dass es um sechs Grad wärmer als draußen wird. Da heißt es im Winter den Mantel anbehalten. Kofferraum gibt es keinen, aber mit 63 Liter Stauraum bietet der Mikro-Opel Platz für einen Wasserkasten im Fußraum des Ko-Piloten und eine Sporttasche hinter dem Fahrer.

Mit dem Anspruch an einen Kleinstwagen darf man sich dem 471 Kilogramm leichten Winzling nicht nähern, aber als überdachte, wetterfeste Alternative zu Mofa, Elektroscooter oder Lastenrad ist der Rocks-e vielleicht eine Überlegung wert.

Quelle: F.A.Z.
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