FAZ plus ArtikelProbefahrt im Mercedes EQS

Das Eqsperiment

Von Holger Appel
28.07.2021
, 17:24
Sternzeichen: Das galaktische Bildschirmtrio kostet Aufpreis, egal, das muss  drin sein.
Mercedes-Benz zündet sein Elektrizitätswerk. Mit dem ungewöhnlichen EQS beschreiten die Schwaben neue Wege. Eine erste Annäherung zwischen Auto und Autor.

Die Welt des Automobils ist voller widersprüchlicher Signale. Aus der EU-Kommission werden Ziele gereicht, die zu nichts anderem als dem Elektroauto führen können. In der veröffentlichten Meinung ist der Verbrennungsmotor abgeschrieben. Doch aus dem Handel wird von hoher Nachfrage nach bestimmten Benzinern und Dieseln berichtet. Von verschiedenen VW-Händlern heißt es, ihnen würden die 2,0-Liter-Diesel geradezu aus den Händen gerissen. Die Kundschaft handele anders, als in Medien und von der Politik suggeriert werde. Es breche eine Art Torschlusspanik aus. Das Vertrauen in das Elektroauto ist noch lange nicht gefestigt. Begrenzte Reichweite, lange Ladedauer, hohe Strompreise in Deutschland, Zweifel an der Nachhaltigkeit wegen des Strommixes, all das lastet schwer auf dem den meisten Käufern so wichtigen Alltagsnutzen.

Zaubern kann niemand, aber zumindest ein wenig nach den Sternen greifen. Daimler-Chef Ola Källenius nennt kein konkretes Enddatum für den Verbrennungsmotor, weist mit der Planung von acht Batteriefabriken aber den Weg. Die sich perspektivisch verengende Zweigleisigkeit hat in Sindelfingen schon Kontur. Dort hat Mercedes-Benz eine neue Fa­brik in Betrieb genommen, mit Photovoltaik auf dem Dach und modernen Standards innendrin. Gebaut wird die S-Klasse, mit konventionellen Motoren, Benzin, Diesel, Hybrid. Es werden Sonderschichten gefahren wegen der hohen Nachfrage, auch und gerade aus China.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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