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Schlusslicht

Ätsch, bätsch!

Von Lukas Weber
 - 08:00
Für wie blöde hält der Musk seine Kunden denn?

Werbung lügt. Vor einem halben Jahrhundert hat der Bomber der Nation, ein Herr Müller, die gleichnamige Buttermilch angeekelt heruntergewürgt und etwas von „schmeckt“ genuschelt, seitdem glauben wir kein Wort mehr – erst recht nicht, wenn die Verdauungsprobleme von älteren Leuten im Vorabendprogramm nach dem Genuss von Pillen wie weggeblasen sind. Wie wir drauf kommen? Eigentlich wollen wir an dieser Stelle nicht ständig über Elektroautos reden, wenden wir uns also einmal dem Verbrenner zu:

Der wird, in Form eines Pick-up von Ford, vom neuen – hüstel – Tesla-Laster locker über den Tisch gezogen. Der Schabernack ist Elon Musk auf die Füße gefallen, weil an den durchdrehenden Hinterrädern leicht zu erkennen ist, dass der Ford auf seinen Allradantrieb verzichten musste. Wir wagen aber die Prognose, dass er auch mit ihm so viel Chancen gehabt hätte wie ein Schneeball auf der Herdplatte. Das hat, zurück zum Tauziehen, wenig mit Kraft zu tun und viel damit, wie sie auf den Boden gebracht wird. Die Masse entscheidet, deshalb gibt es in jeder Kampfsportart Gewichtsklassen. Warum muss für ein vielleicht gutes Produkt mit solch einem Nonsens geworben werden? Für wie blöde hält der Musk seine Kunden denn?

Drehmoment und Leistung waren noch nie das Problem des Elektromotors, das weiß jeder, der mal im ICE gefahren ist. Aber wer braucht schon einen Laster, der in drei Sekunden von null auf hundert beschleunigt? Die Frage ist eher, wie der Strom künftig in den Cybertruck und seine Kollegen kommt. Hier und in den Nachbarländern könnte das bald nur noch als Rinnsal zu erleben sein, wenn es stimmt, dass die privaten Ladeeinrichtungen gedrosselt werden sollen, damit das Netz nicht überlastet wird. Da schwingt eine gehörige Portion Optimismus mit. Wer glaubt im Ernst, dass in naher Zukunft eine nennenswerte Zahl von Elektroautos in den Garagen steht?

Quelle: F.A.S.
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Lukas Weber
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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