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Tech-Talk

Geht ja gar nicht

EIN KOMMENTAR Von Hans-Heinrich Pardey
Aktualisiert am 18.02.2020
 - 10:38
Bundesverkehrsminister Scheuer hat Änderungen der Straßenverkehrsordnung auf den Weg gebracht. Sie sollen freundlich zu den Radelnden aller Geschlechter sein. Sind sie das?

Es kann auch ein bayerischer Smartie nicht in Frieden Fahrrad- und Bundesverkehrsminister sein, wenn erst alles und jedes durch die föderale Mühle muss. Da hat nun das Haus Scheuer Änderungen der Straßenverkehrsordnung auf den Weg gebracht, die auf Dummdeutsch „fahrradfreundlich“ genannt werden.

Tatsächlich sollen die Änderungen natürlich freundlich zu den Radelnden aller Geschlechter sein: 1,50 Meter Abstand sollen die Autos halten, Fahrräder auf der Fahrbahn parken, das Nebeneinander der Radfahrenden wird neu geregelt, das unbedachte Abbiegen des Kraftverkehrs und das plötzliche Aufreißen von Autotüren sollen spürbarer sanktioniert werden.

Unter anderem dazu kommt aus dem Innenausschuss des Bundesrats ein Satz, wie er treffender die Wahrheit beleuchtend nicht sein könnte: „Bereits ein einzelner Rad Fahrender führt in der Regel zu einer Behinderung im Verkehrsfluss.“ Nicht nur, dass hier wieder einmal durch Nichtnennung diskriminiert wird, wo bleiben die Radfahrerinnen und alle anderen Pedalierenden: Der Satz zeigt deutlich, dass in den Betonköpfen immer noch fließender Verkehr lediglich als motorisierter Kraftverkehr gedacht wird, obwohl innerstädtisch längst jedes Fahrrad und jedes Pedelec mehr rollt als ein Auto – zumindest in gewissen Stunden.

Und: Es fehlt einfach an Platz, fürs Abstandhalten, fürs Parken, fürs Aufmachen der Türen und auch fürs Nebeneinander der Radfahrenden. Und das unpopuläre Umverteilen tut weh. Fahrradminister ist eben kein leichter Job.

Quelle: F.A.S.
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