<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Tech-Talk

Her mit der Kohle

EIN KOMMENTAR Von Lukas Weber
Aktualisiert am 13.02.2020
 - 09:26
Keine Atomkraft, kein zusätzlicher Wind, aber laufend neue Aufgaben soll der saubere Strom erfüllen. Doch wo sollen die Gigawattstunden herkommen?

Es soll Leute geben, die meinen, mit Geld kann man alles machen. So ganz stimmt das nicht, Jugend gibt es nie und Gesundheit selten für Bares. Aber in Politik und Wirtschaft könnte an der Theorie etwas dran sein. Wenn der Ausstieg aus der Kohle gelingen soll, werden die Betroffenen halt, wie sinnig, mit einer Menge Kohle ruhiggestellt. Ist es dann Ketzerei zu fragen, ob die Summe nicht anderweitig segensreicher angelegt werden könnte?

Zum Beispiel in Technologien zum Abscheiden und Speichern von Kohlendioxid aus Kraftwerken und anderen Anlagen. Weil das etwas kostet und politisch vor allem Ärger bringt, proben es nur wenige Länder der Welt. In Deutschland sind die Versuche praktisch zum Erliegen gekommen, weil die aufgeklärten Verbraucher nicht gern auf einer Wolke aus „Giftgas“ sitzen möchten – es sind dieselben, die wie kein anderes Volk der Welt CO2 aus der Sprudelflasche inhalieren.

Als zweiter Grund wurde kürzlich bemüht, das könnte ja dazu führen, dass Kohlekraftwerke länger betrieben würden – eben, darum geht es. Den Initiativen bewegter Bürger fallen nämlich nicht nur die unterirdischen CO2-Lager, sondern auch neue oberirdische Windräder zum Opfer – und Tiefengeothermie und Überlandleitungen, nach dem Motto, wir sind zwar dafür, aber bitte nicht hier.

Keine Atomkraft, kein zusätzlicher Wind, aber laufend neue Aufgaben soll der saubere Strom erfüllen, auf dass Deutschland CO2 werde: Autoverkehr, Gebäudeheizen und mittels Elektrolyse produzierter Wasserstoff für dies und das. Wir verstehen es immer noch nicht: Wenn nicht aus der Kohle, wo sollen die Gigawattstunden denn dann herkommen?

Quelle: F.A.Z.
Weber_Lukas_Autorenportraits
Lukas Weber
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
  Zur Startseite

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.