Arteon auch als Kombi

VW schnuppert Höhenluft

Von Martina Göres
Aktualisiert am 21.11.2020
 - 08:35
Der Arteon Shooting Brake sieht nicht nur gut aus.zur Bildergalerie
Die Modellpalette von Volkswagen schließt nach oben mit dem Arteon ab. Den gibt es nun in aufgefrischter Version. Und sogar als Kombi mit Designabschluss.

Zur Modellpflege des 2017 eingeführten Arteon stellt Volkswagen der oberhalb des Passat angesiedelten Limousine eine zweite Karosserievariante zur Seite. Der Arteon Shooting Brake sieht nicht nur gut aus. Der Mix aus elegantem Coupé und sportlichem Kombi bietet auch mehr Nutzwert als die Limousine. Bei 4,87 Meter Länge und 2,84 Meter Radstand, das sind fünf Zentimeter mehr als im Passat, können die Hinterbänkler im Arteon behaglich die Beine übereinanderschlagen.

Die zwei Zentimeter höhere Dachlinie im gleich langen Shooting Brake bringt aber vorn elf und im Fond sogar 48 Millimeter mehr Luft nach oben. 2,08 Meter Ladelänge bis zu den Vordersitzlehnen bieten beide Versionen, im Gepäckvolumen liegen sie fast gleichauf: 563 bis 1557 Liter zu 565 bis 1632 Liter im Shooting Brake. Die Preise beginnen bei 43.524 Euro für den Arteon, mit 44.387 Euro kostet der Shooting Brake 863 Euro mehr.

Technisch basieren beide auf dem Passat, das Design ist aber eigenständig. Zum Facelift gibt es äußerlich nur leichte Retuschen wie neue LED-Heckleuchten und ein durchgehendes Leuchtenband am Grill. Innen jedoch ist der Arteon hochwertiger geworden. Zu deutlich war die Kritik am Vorgänger, der das Cockpit aus dem Passat übernommen hatte. Jetzt gibt es offenporiges Eukalyptusholz, Aluminium- oder Carboneinlagen und feine Nähte. Das Bedienkonzept aus digitalen Slider- und Drucktasten gefällt. Neu gestaltet wurden die separat bedienbare Klimaeinheit und das kapazitive Lenkrad. Nur das billig wirkende Plastikscheibchen des Head-up-Displays ist immer noch an Bord.

Rund um den Marktstart im November ist der mit doppelter Ad-Blue-Einspritzung (Twindosing) arbeitende Zweiliter-TDI mit 150 und 200 PS verfügbar, der 240 PS starke Biturbo-Diesel wurde gestrichen. Dazu gesellt sich der Zweiliter-TSI mit 190 und 280 PS. Siebengang-DSG ist obligatorisch. Der stärkste Benziner verfügt generell über Allradantrieb, mit dem der größere Diesel optional bestückt werden kann. Neu ist die mindestens 51.064 Euro teure Plug-in-Hybrid-Version mit 218 PS Systemleistung, der Technik aus dem Passat GTE und bis zu 59 Kilometer elektrischer Reichweite. Wer es sportlicher liebt, wartet bis zum Frühjahr nächsten Jahres auf den 320 PS starken Arteon R.

Quelle: F.A.Z.
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