FAZ plus ArtikelAusfall der Triebwerke

Schreck in luftiger Höhe

Von Jürgen Schelling
23.08.2021
, 10:09
Die werden ja wohl nicht schlappmachen: Triebwerke, durch das Fenster eines Passagierflugzeugs fotografiert
Zum Glück kommt es nur selten vor, dass sämtliche Turbinen eines Flugzeugs ausfallen. Aber es passiert. Dann müssen Crew und Jet die Kunst des Segelfliegens beherrschen.

Die Boeing 737-200, die am 2. Juli 2021 auf Honolulu in Hawaii zu einem Frachtflug auf die Insel Maui startet, hat schon kurz nach dem Start Triebwerksprobleme. Beide Turbinen der 46 Jahre alten Maschine fallen kurz nacheinander aus. Die beiden Piloten, allein an Bord der Boeing, entschließen sich zur Notwasserung bei Nacht im Meer vor Hawaii. Beide werden von der Küstenwache gerettet und überleben, wenn auch schwer verletzt. Die Ursache für den Ausfall beider betagter 737-Triebwerke ist noch ungeklärt.

Flug British Airways Nummer 9 im Sommer 1982 auf dem Weg nach Neuseeland verläuft zunächst unspektakulär. Die Boeing 747-236 ist einer der sichersten Airliner überhaupt, ausgereift und mit vier Triebwerken selbst beim Ausfall von zwei Turbinen noch voll flugfähig. Dazu ist eine erfahrene Besatzung an Bord, damals sitzt neben den beiden Piloten sogar noch ein Flugingenieur im Cockpit. Auch vom Wetter sind in 11.000 Meter Höhe über der Javasee keine Unannehmlichkeiten zu befürchten. Plötzlich ändert sich die Situation dramatisch. Buchstäblich aus heiterem Himmel fällt eine Turbine aus. Dabei ist genügend Treibstoff an Bord, die Triebwerke sind gut gewartet, und der Flugingenieur bekommt von seinen Instrumenten keinerlei Warnung.

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Quelle: F.A.S.
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