Neues von Kia

Der elektrische EV6 stiehlt den anderen die Schau

Von Boris Schmidt
28.03.2021
, 14:01
Kia zeigt etliche Neuheiten aus seinem Modellprogramm. Doch das spannendste Auto ist der elektrische EV6, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommt. Die Bilder versprechen einiges.

Kia kennt keine Krise. Zumindest in Deutschland nicht. Man sei bisher sehr gut durch die Pandemie gekommen, sagt Deutschland-Chef Steffen Cost während der Vorstellung von Kia-Neuheiten für dieses Jahr. Die spannendste konnte er freilich nur auf Bildern zeigen: Noch in diesem Jahr debütiert das Elektroauto EV6. Es steht auf einer völlig neuen Plattform, eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer sei möglich, und noch wichtiger sei, dass die Batterie in weniger als 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent der Kapazität aufgeladen werden könne, eine entsprechende Ladestation vorausgesetzt.

Ähnlich wie bei anderen Marken wird auch bei Kia der Anteil der elektrifizierten Modelle immer größer. Im vergangenen Jahr hatte in Deutschland schon jeder fünfte verkaufte Kia einen Stecker, in diesem Jahr ist es schon jeder dritte. Frisch dabei ist der große, 4,80 Meter lange Sorento, der nun auch als Plug-in-Hybrid erhältlich ist. Kombiniert werden ein 1,6-Liter-Turbobenziner und eine E-Maschine, die Systemleistung beträgt 265 PS, das maximale Drehmoment 350 Newtonmeter.

Trotz der zusätzlichen Technik geht so gut wie kein Nutzraum verloren, eine dritte Sitzreihe ist möglich. Die rein elektrische Reichweite beträgt nach WLTP 57 Kilometer. Als Basispreis für das SUV werden 53.950 Euro abzüglich der Förderung genannt.

Wenn auch die elektrifizierten Modelle immer wichtiger werden und Kia diese Woche einen Online-Showroom für Videokonferenzen mit dem Endkunden für acht Elektromodelle eingerichtet hat, machen die hergebrachten Verbrenner noch zwei Drittel des Geschäftes aus. Modernisiert wurden jetzt der Kleinwagen Picanto und der kompakte Rio sowie das kleine SUV Stonic. Das Trio bekam unter anderem mehr Assistenzsysteme und eine bessere Online-Anbindung.

Überarbeitet wurden zudem die rein elektrischen Kia E-Soul und E-Niro. Beide können jetzt optional mit 11 kW Wechselstrom laden, und gegen Aufpreis ist eine Kupplung am Heck für den Fahrrad-Transport möglich. Frisch gemacht wurde letztlich auch das Stinger-Coupé.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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