FAZ plus ArtikelFührerschein in Gefahr

Lieber kein Bierchen zu viel auf dem E-Roller

Von Uwe Lenhart
30.07.2019
, 10:48
Auch auf Elektro-Tretrollern fährt sich nüchtern am besten.
Die kleinen E-Roller sind Kraftfahrzeuge. Demnach verliert man auch seinen Führerschein, wenn man betrunken erwischt wird. Das droht übrigens auch Fahrradfahrern.

Es hat lange gedauert, aber seit dem 15. Juni ist endlich die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Kraft. Die neue Verordnung soll jetzt auch das Fahren „elektrisch betriebener Fahrzeuge ohne Sitz und von selbstbalancierenden Fahrzeugen“ im öffentlichen Straßenverkehr erlauben. Damit gemeint sind die sogenannten E-Scooter beziehungsweise Elektro-Tretroller. Da man sie bei etlichen Anbietern für kurze Strecken mieten kann, breiten sie sich zurzeit mehr und mehr in deutschen Großstädten aus. Die Schwelle für das spontane Ausleihen in Innenstädten aufgestellter Roller ist niedrig: Handy-App herunterladen, registrieren, suchen, buchen, aufspringen, los rollern. Die Kosten sind unterschiedlich, je nach Anbieter. In der Regel kostet jede Leihe einen Euro Grundgebühr, eine Minute Fahren kostet rund 20 Cent. Um es nochmals klarzumachen: Die E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen und in Fußgängerzonen fahren, sondern ausschließlich auf Radwegen oder Radfahrstreifen. Gibt es diese nicht, müssen die Fahrzeuge auf die Straße. Verstöße dagegen können mit einem Verwarnungsgeld von 15 Euro geahndet werden. Kommt es gar zu einer Behinderung, sind 20, bei einer Gefährdung 25 und bei einer Sachbeschädigung 30 Euro fällig.

Für das Fahren ist keinerlei Fahrerlaubnis notwendig, man muss nur mindestens 14 Jahre alt sein. Es besteht Versicherungs-, aber keine Zulassungspflicht.

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Der Autor ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main.

Quelle: F.A.S.
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