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Roadster Z4 sDrive 20i

BMW gibt wieder Stoff

Von Holger Appel
 - 15:48
Im Fahrzeugschein steht „Kabrio-Limousine“: Z4 Roadster von BMWzur Bildergalerie

Im Fahrzeugschein steht „Kabrio-Limousine“. Das sollte Hinweis genug sein, ob der BMW Z4, den wir eher einen Roadster nennen würden, auch durch Wintertage trockenen Sitzes hindurchkommt. Es soll ja Menschen geben, die Textildächern noch immer nicht recht trauen, obgleich die deutlich fescher ausschauen als die Blechbüchsen, weshalb BMW an dieser Stelle ohnehin schon mal zu danken ist für die stofflich richtige Rückbesinnung. Dicht, leise, elektrisch aufgeworfen sich der Linie harmonisch anschmiegend – so muss das sein. Und den Konstrukteuren ist es sogar gelungen, dass sich kein Sturzbach auf die Sitzwangen ergießt, wenn man im Regen die Tür öffnet.

Über das Design des neuen Z4 lässt sich schon eher streiten. Zurückhaltung im Auftreten ist seine Sache nicht, und die vielen Linien und Striche und Sicken und Kanten mögen nicht jedermanns Sache sein. Die Front mit ihrer breiten Niere mag noch als sportlich-markant durchgehen, das breite Heck mitsamt Spoiler lässt uns etwas ratlos zurück. Kurz haben wir gedacht, das muss der Kooperation mit Toyota geschuldet sein, dortselbst fährt die feiste Supra auf gleicher Basis. Doch es kursieren dezente Hinweise, der Toyota baue auf dem BMW auf, nicht umgekehrt.

Innen fühlt sich unterdessen nach bayerischer Heimat mit einem Hang zur Marsmission an. Der digitale Tacho mimt den Innovator, er sendet seine Informationen garniert mit wilder Grafik. Sitze, Hebel und Knöpfe hingegen passen in gewohnter Manier gut zu Körper und Geist, die massive Mittelkonsole engt ein wenig ein, danke aber für so praktische Dinge wie die 8 Stationstasten und die Ablage in der Konsole. Das Handschuhfach ist arg klein. In den Kofferraum lassen sich 281 Liter Kurzreisegepäck einladen.

Fahren sollte die Domäne eines Roadsters sein. BMW verspricht begeisterndes Handling, was stimmt. 1,5 Tonnen sind nicht die besten Voraussetzungen, doch selbst mit dem von uns in größter Bescheidenheit georderten Basismodell geht es flott voran und dank der passgenauen Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung knackig um die Kurven.

Der 2,0-Liter-Vierzylinder im Z4 sDrive 20i lässt muntere 197 PS los. Wer sechs Zylinder möchte, darf zum M40i mit 340 PS greifen. Die jede Forderung zwischen Flanieren und Forcieren beherrschende Automatik gibt ihr Bestes hinzu, nach 6,6 Sekunden sind aus dem Stand 100 km/h erreicht. Um 240 km/h endet der Vortrieb, der Geradeauslauf ist dann tadellos, das Geräuschniveau gut auszuhalten. Aber das offene Dahingleiten ist die viel angenehmere Disziplin. Wir haben in gesunder Mischung 8,4 Liter Super verbraucht und einiges an Vergnügen gehabt, das freilich kein billiges ist. Der Testwagen forderte 59.790 Euro.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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