FAZ plus ArtikelFahrbericht Mercedes EQA

Zu kurz gesprungen

Von Boris Schmidt
21.10.2021
, 18:25
Reise wagen? Mit dem EQA gibt es Elektromobilität von Mercedes für Einsteiger. Mehr Reichweite wäre trotzdem wünschenswert.
Der EQA ist das Einstiegsmodell in die elektrische Welt von Mercedes. Das kompakte SUV macht wenig falsch, sollte aber mehr Raum und vor allem mehr Reichweite bieten.
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Das elektrische Auto ist nicht aufzuhalten. Unisono alle Hersteller haben sich ihm verschrieben, schließlich will es die Politik so. Deutschlands Imageträger Mercedes ist ganz vorn mit dabei und hat schon einiges rein Elektrisches in petto, aber es fehlt noch eine akkubetriebene A-Klasse. Als Einstiegsmodell in die Welt der elektrisierten Sterne fungiert der EQA, ein SUV auf Basis des konventionellen GLA, mithin bringt der EQA gleich einen Nachteil mit: Er ist kein konsequent auf elektrischen Antrieb kons­truiertes Auto wie beispielsweise der VW ID.3.

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Der ist kaum größer, bietet aber wesentlich mehr Platz als der 4,47 Meter lange EQA. Dessen Kofferraumvolumen beträgt nur 340 Liter, wobei der Laderaum durch Umlegen der Rückbanklehne, die 40:20:40 geteilt ist, erweitert werden kann. Die Länge des Laderaums wächst dann auf 1,55 Meter. Auf der Rückbank ist im Prinzip ausreichend Platz für Beine und Köpfe, nur müssen Erwachsene ihre Beine stark anwinkeln, weil die Bank flach über dem Boden kauert, was wiederum mit den Batterien zu tun hat, die im Unterboden verbaut sind.

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Die Daten

Mercedes EQA 250

Empfohlener Preis 47.540 Euro

Preis des Testwagens 67.003 Euro

Elektrischer Asynchronmotor an der Vorderachse

Leistung 190 PS (140 kW), maximales Drehmoment 375 Newtonmeter

Eingang-Getriebe

Frontantrieb

Länge/Breite/Höhe 4,46/1,83/1,62 Meter, Radstand 2,73, Wendekreis 11,40 Meter

Leergewicht 2040, zulässiges Gesamtgewicht 2470 Kilogramm, Anhängelast 750 Kilogramm, Kofferraumvolumen 340 bis 1320 Liter

Reifengröße 235/55 R18

Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Von 0 auf 100 km/h in 8,9 s

Verbrauch 18,0 bis 22,9, im Durchschnitt 20,8 kWh Strom auf 100 Kilometer, Ladeverluste inkludiert, 0 g/km CO2 bei einem Normverbrauch von 15,7 kWh, Kapazität der Batterie netto 66,5 kWh. Zirka 30 Stunden Ladezeit an der Haushaltssteckdose, gut sechs Stunden an der 11-kW-Wallbox, rund 40 Minuten bei einer Ladeleistung von 100 kW. Reichweite nach der Norm 486 Kilometer, in der Realität 300 Kilometer.

Komfort & Sicherheit Adaptiver Tempomat, aktiver Bremsassistent, Totwinkelwarner, Spurhaltekontrolle, Verkehrszeichenerkennung, Head-up-Display, Klimaautomatik, Fernlichtassistent, DAB, Navigation mit Augmented Reality, Rückfahrkamera

Die Anderen

Audi Q4 E-tron 40

Eigene Plattform: 204 PS, ab 47.500 Euro

BMW iX3

Üppiger, 286 PS, ab 67.300 Euro

VW ID.3 Pro

Cousin des Audi, 145 PS, ab 35.460 Euro

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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