Fiat Tipo und 500X Hybrid

Wenig Strom für viel Geld

Von Martina Göres
30.05.2022
, 16:00
Fiat ist auf dem Weg ins Elektroauto-Zeitalter. Aber in kleinen Schritten. Der Tipo und der 500X werden hybridisiert, andere Motorversionen werden gestrichen.
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Mit der Hybridisierung von 500X und Tipo Hybrid streicht Fiat die konventionellen Benziner sowie den 130-PS-Diesel aus dem Programm. Stattdessen wird in beiden Modellen ein 130 PS starker 1,5-Liter-Vierzylinder mit einem im Getriebe inte­grierten 20-PS-Elektromotor kombiniert.

Es gibt nur eine kleine, nur 0,8 kWh fassende Batterie. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Hauptsächlich soll der Mildhybrid-Antrieb die beiden Fiats beim Anfahren unterstützen und für bis zu 11 Prozent geringere Verbräuche sorgen. Der Verbrenner sei bei Verbrauchsfahrten nach WLTP-Zyklus bis zu 47 Prozent der Zeit im Leerlauf vollständig entkoppelt, bei Stadtfahrten sogar bis zu 62 Prozent, heißt es. Die so ermittelten Durchschnittswerte von 5,1 Liter je 100 Kilometer im Tipo und 6,6 Liter im 500X lassen sich aber wohl nur mit sehr gemütlicher Fahrweise erreichen.

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Auf ersten Ausfahrten bei gemäßigtem Tempo lagen wir um jeweils zwei Liter darüber. Die Mildhybrid-Technik biete aber noch mehr. So können die beiden Neulinge flüsterleise elektrisch ein- und ausparken, und die praktische Kriechfunktion sorgt im Stau oder Stop-and-Go-Verkehr der Stadt für kurzes Vorwärtskommen ohne Druck aufs Gaspedal.

Während Fiat mit den Maßnahmen die CO2-Emissionen seiner Flotte reduzieren kann, müssen die Kunden für die neuen Modelle tiefer in die Tasche greifen als bisher. Das gilt vor allem für den kompakten Tipo, der vor sechs Jahren als einfaches, aber grundsolides Familienauto angetreten und zuletzt zu Preisen von 19.990 Euro an zu haben war. Jetzt werden mindestens 28.490 Euro fällig. Allerdings sind die 4,37 Meter lange Schräghecklimousine und der um 20 Zentimeter längere und wie bisher 1500 Euro teurere Tipo-Hybrid-Kombi nun viel besser ausgestattet, unter anderem sind LED-Scheinwerfer und Klimaautomatik immer dabei.

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Mit 28.990 Euro ist der 4,26 Meter lange 500X um rund 5000 Euro teurer geworden. Der auf dem Jeep Rene­gade basierende und immerhin 1400 Kilogramm schwere Crossover, der oft als „aufgeblasener 500er“ gescholten wird, ist zudem wie bisher für 3000 Euro Aufpreis mit einem faltbaren Stoffverdeck erhältlich. Eine etwas rustikaler gestaltete Cross-Variante ist für beide Modelle im Programm.

Quelle: F.A.Z.
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