Škoda Fabia 1.0 TSI

Der Polo aus Tschechien

Von Boris Schmidt
25.01.2022
, 10:43
Der Škoda Fabia ist zusammen mit dem Seat Ibiza die konzerneigene Alternative zum VW Polo. An cleveren Details mangelt es ihm nicht. Und für einen Kleinwagen hat er viel Platz.
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Den Škoda Fabia gibt es als Polo-Ableger nun schon seit 22 Jahren, auch er ist jetzt frisch in der vierten Generation beim Händler und im Vergleich zum Vorgänger in Maßen gewachsen. 4,11 Meter sind es nun, das ist groß für einen Kleinwagen. Und tatsächlich kann der Fabia eine gute Heimstatt für vier bis fünf Personen sein, wobei es zu dritt im Fond eng zugeht. Das Kofferraumvolumen ist mit für die Klasse stattlichen 380 Liter auf dem Niveau des VW Golf, was hauptsächlich an der großen Tiefe liegt. Da passt locker ein Reserverad rein, das 150 Euro Aufpreis kostet, 20 Euro mehr als der flexible Ladeboden, der unbedingt zu empfehlen ist, um die Ladefläche auf ein angenehmes Niveau zu bringen.

Simply Clever sind die Jungs und Mädels von Škoda bekanntlich, die netten Details wie Eiskratzer in der Tankklappe oder Regenschirm in der Fahrertür oder die 16 Staufächer im Innenraum, die zusammen ein Volumen von 108 Liter haben, gefallen. Clever ist es auch, wie den Kunden das Geld aus der Tasche gezogen wird, um es drastisch zu formulieren.

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Fünf verschiedene Motorisierungen ohne jegliche Hybridisierung werden angeboten, ein Einliter-Dreizylinder in drei Leistungsstufen und ein Vierzylinder mit 1,5 Liter Hubraum. Alle sind Benziner, Diesel gibt es keine mehr. Der Startpreis von 13.990 Euro lässt aufhorchen, der von der Redaktion bewegte 1.0 TSI Style mit 110 PS und Siebengang-Doppelkupplung startet aber schon bei 23.990 Euro und hatte einen Endpreis mit Zusatzausstattung von 30.460 Euro. Škoda will Geld für die Rückfahrkamera, für digitale Instrumente, für einen größeren Tank und auch 150 Euro für Scheibenbremsen hinten. Und das sind nur ein paar Beispiele von Frechheit.

Das ändert freilich nichts daran, dass der Fabia ein gutes, qualitativ hochwertiges Auto ist. Lediglich die bei langsamer Geschwindigkeit träge reagierende Doppelkupplung überzeugt nicht immer. Das ist wie beim Polo. Sie kostet 1500 Euro Aufschlag. Nur für die 110-PS-Variante ist sie im Angebot, das manuelle Getriebe hat sechs Gänge, in den schwächeren Ausgaben (66/80/95 PS) nur fünf. Der starke Fabia 1.5 TSI hat 150 PS und stets DSG. Mit 110 PS stellte sich der Fabia auf einen Verbrauch von im Schnitt 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer. 5,2 waren es bei der Sparfahrt. Ohne Zweifel ist der Fabia eine clevere, etwas günstigere Alternative zum VW Polo.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schmidt, Boris
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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