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Cayenne als Coupé

Porsche hat auch eine schräge Idee

Von Holger Appel
Aktualisiert am 14.01.2020
 - 11:02
Die sportliche Seite des SUV à la Cayenne.zur Bildergalerie
Porsche nennt seine Kreation ungeniert Cayenne Coupé. Obwohl das SUV vier Türen hat. Aber mehr und mehr Hersteller scheren sich nicht darum.

Coupés haben zwei Türen. Meinen einige unserer Leser, die uns immer wieder darauf hinweisen. Aber mehr und mehr Hersteller scheren sich nicht darum. Sie versuchen sich an kupierten Hecks und vier Türen, sogar im SUV, nehmen wir die Bezeichnung also hin. Auch Porsche mag schräge Ideen, nennt seine Kreation ungeniert Cayenne Coupé. Der fast fünf Meter lange Wagen endet mit flacherer Scheibe und tief montiertem Kennzeichen. Die Wirkung im Vergleich zum Cayenne wird durch die etwas niedrigere und hinten etwas breitere Karosserie forciert. Sie erscheint leichtgewichtig, obgleich mehr als zwei Tonnen bewegt werden.

Wir waren mit der schwächsten Motorisierung unterwegs und doch arg zufrieden. Auch mit nur 340 PS fährt das Coupé beeindruckend agil, souverän und sicher. Der drei Liter große V6 läuft samtweich, wechselt gekonnt zwischen flüsternder Zurückhaltung und kerniger Attacke. Die Achtgang-Tiptronic leitet flink und zielsicher schaltend die Kräfte an den elektronisch gesteuerten Allradantrieb weiter.

Die Beschleunigung ist vorzüglich, das Drehmoment von 450 Nm gewaltig, 243 km/h maximal genügen zumeist. Das technische Angebot verdichtet sich zu perfekter Ingenieurskunst. Weil Porsche nur noch Benzinmotoren offeriert, muss mit verschärftem Konsum gelebt werden, wir verfeuerten im Durchschnitt 12,4 Liter Super, die schleichendste Schleichfahrt gelang nicht unter 8,4 Liter.

Nachteile der schrägen Form sind im edel zubereiteten Innenraum kaum auszumachen und gut auszuhalten. Hinten gerät trotz etwas niedriger montierter Sitze von 1,80 Meter Körpergröße an das Haupt ans Dach, ansonsten herrscht Platz in Hülle und Fülle, auch im Kofferraum mit voll ausreichenden praktischen Talenten. Das Hinterteil des Wagens verdreckt indes bei schlechtem Wetter stark, die unten kauernde Rückfahrkamera wird rasch unbrauchbar. Kleiner Scherz zum Winter: Die automatische Heckklappe öffnet, wenn man mit dem Schneeschieber unter dem Auto räumt. Das ist misslich, sofern die weiße Pracht noch auf der Klappe liegt. Und auch die Assistenzsysteme eines Porsche sind bei Schneefall überfordert, sie melden sich dann ab.

83.711 Euro werden für das Cayenne Coupé aufgerufen, zuzüglich Wunschausstattung, was im Testwagen 127.450 Euro ergab. Porsche eben.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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