Probefahrt Citroën C4

Der Kaktus sticht nicht mehr

Von Martina Göres
19.01.2021
, 15:14
Der neue Citroën C4 ist da und damit der originelle Cactus weg. Die elektrische Variante unterscheidet sich optisch nur unwesentlich von den Varianten mit Verbrennungsmotor.

Mit dem neuen C4 ersetzt Citroën nicht nur dessen seligen Vorgänger, sondern auch den originellen C4 Cactus. Zum Marktstart noch in diesem Monat steht der 4,36 Meter lange, kompakte Crossover mit extravaganter Lichtgrafik als 130-PS-Benziner, gleich starker Diesel und als vollelektrische Version mit 136 PS bei den Händlern. Der E-C4 unterscheidet sich optisch nur unwesentlich von den Varianten mit Verbrennungsmotor und bietet das gleiche Platzangebot für Passagiere und Gepäck.

Dank 2,67 Meter Radstand und 1,53 Meter Höhe kommen auch die Hinterbänkler gut unter. Hinter die Heckklappe passen klassenübliche 380 bis 1250 Liter Gepäck. Der Fahrer blickt auf ein digitales 5,5-Zoll-Display vor dem Lenkrad und einen zentralen 10-Zoll-Touchmonitor, über den sich viele Funktionen steuern lassen.

Die serienmäßige Zwei-Zonen-Klimaanlage wird mit klassischen Drehreglern bedient, was wir begrüßen. Premiere feiert ein oberhalb des Handschuhfachs ausziehbarer Tablet-Halter für den Beifahrer. Von jeher hat sich Citroën das Thema Komfort auf die Fahnen geschrieben, und C4 und E-C4 enttäuschen in dieser Hinsicht nicht. Die Federung mit progressivem hydraulischen Anschlag bügelt grobe Fahrbahnunebenheiten gut weg, dick gepolsterte Komfortsitze unterstreichen die kommode Abstimmung.

Der elektrische C4 übernimmt den Antriebsstrang und die Batterietechnik des PSA-Konzerns, die schon im Opel Mokka-E, Peugeot E-2008 oder dem DS 3 Crossback E-Tense eingesetzt werden. Die Batterie im Unterboden fasst 50 kWh. Bis zu 350 Kilometer elektrische Reichweite werden versprochen, bei einem Stromverbrauch von 16,6 kWh. Wir kamen nach einer ersten Probefahrt auf rund 22 kWh auf 100 Kilometer und schätzen maximal 280 Kilometer im Alltag. Ein dreiphasiger 11-kW-Onboard-Charger ist serienmäßig, mit Wallbox dauert das Laden knapp fünf Stunden. An der Gleichstrom-Ladesäule kann der C4 bis 100 kW aufnehmen und ist so in einer halben Stunde auf 80 Prozent Ladestand.

Die Preise für das elektrische Modell beginnen mit 34.640 Euro. Nach Abzug der Elektroförderprämie kostet der E-C4 rund 900 Euro mehr als der 23.940 Euro teure Benziner mit 130 PS. Im Frühjahr wird die Motorenpalette durch zwei weitere Ottomotoren mit 100 und 155 PS sowie einen 110 PS starken Selbstzünder ergänzt.

Quelle: F.A.Z.
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