Infotainment im Renault Arkana

Feinschliff für das flache SUV

Von Michael Spehr
15.08.2022
, 06:30
Sparsam und gut: Das große Infotainment ist für den Renault Arkana die bessere Wahl. Das Easy-Link-System wartet mit Echtzeit-Verkehrsdaten von Tomtom auf.
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Der hochkant eingebaute Bordmonitor ist sein Erkennungszeichen. Die Rede ist von Renaults Easy-Link-Infotainment. Im neuen Arkana kommt die große Anzeige mit einer Diagonale von 9,3 Zoll serienmäßig an Bord, wenn man eine der drei gehobenen Modellvarianten ordert. Wählt der Sparfuchs den günstigsten Arkana mit der Bezeichnung Equilibre, fällt der Monitor mit einer Diagonale von 7 Zoll deutlich kleiner aus und ist im Querformat verbaut. Hier fehlt dann auch die Navigation. Indes sind Apple Carplay sowie Android Auto mit dabei und natürlich auch ein Bluetooth-Freisprecher.

Wir haben im Arkana die große Version mit Navigation erprobt, sie bringt zudem ein digitales Cockpit mit. Nach dem Platznehmen im Fahrzeug wirkt die Gestaltung stimmig und übersichtlich. Allein ein Bedienhebel hinter dem Lenkrad zur Einstellung der Radiolautstärke und anderer Funktionen ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Für Klimaanlage, Sitzheizung, Türverriegelung und andere Dinge gibt es eigene physische Bedienelemente, man muss also nicht für jeden kleinen Schritt auf den Bildschirm tapsen.

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Wer Navigation, Telefonie und Medienwiedergabe starten will, kommt nicht ohne Finger aus. Allerdings gibt es nur wenige und groß gezeichnete Symbole für die einzelnen Menüs. So deutet sich bereits an, dass Easy Link eher in der Mittelklasse spielt, feine Finessen der Oberklasse fehlen. Immerhin, das Navi kommt von Tomtom und überzeugt mit guten Echtzeit-Verkehrsinformationen, die klar und präzise dargestellt werden, sowohl in der Karte wie auch zusammenfassend mit der berechneten Verzögerungszeit. Weitere Google-Dienste stehen ebenfalls parat. So werden die Benzinpreise von Tankstellen in der Karte eingeblendet, und man kann online nach Sonderzielen suchen.

Auffallend und störend sind die arg breiten Trauerränder an allen Seiten des Bildschirms. Am oberen und unteren Rand werden Informationen und Menüs permanent eingeblendet, etwa oben die Außentemperatur und unten Schaltflächen, um zwischen vier verschiedenen Hauptbildschirmen zu wechseln oder direkt eine Liste der Untermenüs aufzurufen.

Das digitale Cockpit vor dem Lenkrad weist eine Diagonale von 10 Zoll auf und lässt sich mit Farbe und Darstellung individuell konfigurieren. Hier können auch die Navigationshinweise eingeblendet werden. Die Sprachbedienung hat Renault gegenüber den Vorgängerversionen deutlich verbessert, und wer den Klang der HiFi-Anlage optimieren will, wähle das Bose-Soundpaket, welches für einen Aufpreis von 1200 Euro mitfährt, allerdings nicht in der günstigsten Modellvariante.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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