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Teures Downsizing

Reparaturkosten für Gebrauchtwagen steigen weiter an

Von Hans W. Mayer
01.08.2021
, 12:32
Haube hoch! Motorschäden sind wahre Kostentreiber, wenn es um die Reparaturen am Gebrauchtwagen geht. (Symbolbild) Bild: Picture Alliance
Motorschäden treiben die Reparaturkosten von Gebrauchtwagen in die Höhe – auch infolge des sogenannten Downsizings. Die Kriterien, nach denen die Triebwerke konstruiert werden, scheinen an der Lebensdauer zu kratzen.
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Technische Komplexität und ständig zunehmender Einsatz von Elektronik in modernen Autos treiben die Reparaturkosten von Gebrauchtwagen kontinuierlich in die Höhe. Laut Schadensanalyse des Freiburger Versicherers Car Garantie, die auf der Auswertung von rund einer Million ausgelaufener Gebrauchtwagen- und Neuwagenanschluss-Garantien für sämtliche Marken und Modelle basiert, erreichten die durchschnittlichen Kosten je Schadensfall im vergangenen Jahr mit 572 Euro einen Höchststand.

Bezogen auf die Schadenshäufigkeit von Gebrauchtwagen, lag auch im Vorjahr wieder die Kraftstoffanlage einschließlich Turbolader mit einem Anteil von 19,7 Prozent an der Spitze der Baugruppenschäden, gefolgt von Elektrikschäden (18,3 Prozent). Nicht darin enthalten sind Defekte an der Komfortelek­trik, auf die weitere 10,3 Prozent der Schäden entfielen. Auf dem dritten Platz rangierten Motorschäden mit 10,7 Prozent. Vergleichsweise niedrig waren die Schadensquoten bei Klimaanlage (7,7 Prozent), Getriebe (5,6 Prozent), Bremssystem (3,2 Prozent), Sicherheitssystemen (2,6 Prozent) und Lenkung (2,1 Prozent).

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Schlüsselt man die Schäden nach der Höhe der Kosten auf, verschiebt sich erwartungsgemäß das Bild. Hier lagen Motorschäden mit Abstand an der Spitze. Allein für sie musste Car Garantie im Vorjahr 23,6 Prozent der gesamten Regulierungskosten aufwenden. Hier schlägt offenbar der zunehmende Trend zum Downsizing der Triebwerke – Reduzierung von Zylinderzahl und Hubraum, gepaart mit verstärktem Einsatz von Turboladern – zu Buche. Nach Überzeugung von uns befragter Fachleute von Prüforganisationen und Motoreninstandsetzern resultiert daraus im Vergleich zu früher üblichen Konstruktionskriterien ein Rückgang der Lebensdauer. Auf Platz zwei der Regulierungskosten landete die Kraftstoffanlage inklusive Turbolader (18,8 Prozent), gefolgt von Getriebe (11,8 Prozent) und Elek­trik (10,5 Prozent).

Der größte Teil der Schäden, nämlich 29,0 Prozent, trat bei den versicherten Gebrauchtwagen bereits während der ersten 5000 Kilometer nach Fahrzeugkauf ein. Innerhalb der ersten 10.000 Kilometer ereignete sich mit 49,6 Prozent fast die Hälfte aller Schäden. Seit 2018 erfasst der Freiburger Garantieversicherer auch Schäden von Elektroautos. Deren Quote war 2020 mit 0,1 Prozent zwar gering, hat sich aber aufgrund steigender Stückzahlen inzwischen verdreifacht. Bezogen auf das Gesamtvolumen der versicherten Fahrzeuge, wurden somit rund 1000 Schadensfälle registriert.

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Quelle: F.A.Z.
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