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V-Klasse

Mercedes mit Mascara

Von Holger Appel
 - 11:45
Konkurrenz zum VW-Bus: Mercedes V-Klassezur Bildergalerie

In der Welt der Großraumtaxis, VIP-Shuttles, Kindertransporter und Campingmobile kommt der VW Bus und dann lange nichts. Das gilt erst recht, wenn Allradantrieb gewünscht wird. Sagen wir so: Bis vor fünf Jahren kam lange nichts, denn Mercedes, der einzige ernstzunehmende Konkurrent, beschränkte sich darauf, seinen Nutzfahrzeugen nur die gröbsten Baustellenmanieren auszutreiben. Dann erschien plötzlich eine V-Klasse, wie sie die dem Personenwagen zugeneigte Klientel noch nicht erlebt hatte. Seither griffen 209.000 Kunden zu, allein im vergangenen Jahr 64 000.

Der Wagen wirkt noch immer modern, aber nach solcher Strecke steht eine Erfrischung im Regelheft. Die Stuttgarter sprechen von einem großen Schritt für Daimler, wir erkennen einen kleinen für die Menschheit. Der erstreckt sich außen auf einen voluminöseren Lufteinlass an der Front, weil die dahinter lauernde neue Spitzenmotorisierung sonst in Atemnot geraten könnte. Als Nebeneffekt wirkt der Auftritt etwas breiter, und in manchen Versionen ist auch der Grill angepasst. Ansonsten tut sich außen nichts und innen ein bisschen, Lüftungsdüsen und Ziffernblatt folgen dem Lauf der Zeit.

Das modernste Infotainment namens MBUX aber fehlt. Mercedes setzt auf noch mehr Komfort. Hinten werden Business-Class-Sitze mit Massage und Beinablage offeriert, und Außengeräusche werden, so gut es Wind und Reifen zulassen, verbannt. Künftigen Eignern den bemerkenswertesten Fortschritt verspricht der Antrieb, der auf die jüngste Generation Dieselmotoren setzt. Das OM 654 genannte und in anderen Modellen schon laufende Vierzylinderaggregat holt aus 2,0 Liter Hubraum 163, 190 oder 240 PS. Benzinmotoren gibt es nicht.

Aus der bislang angebotenen Siebengangautomatik wird die ebenfalls bekannte mit 9 Stufen. Hinterradantrieb ist Standard, Allradantrieb optional. All das gilt auch für die Campingversion Marco Polo. Der Bestelleingang öffnet im März zum erhöhten Basispreis von 36 990 Euro.

Derweil lugt am Horizont eine kleine Sensation hervor. Die V-Klasse wird es auch als vollelektrische Version EQV geben, vermutlich ab 2020. Mehr will Mercedes erst später verraten. Wir bleiben gespannt und dran.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Appel, Frank-Holger (hap.)
Holger Appel
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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