Peugeot 2008 mit 3-D-Cockpit

Das leichte Schweben in der dritten Dimension

Von Michael Spehr
11.04.2021
, 19:49
Die dreidimensionale Cockpitanzeige ist das wohl auffälligste Detail im Innenraum des neuen Peugeot 2008. Die übrige Ausstattung des Infotainment zeigt sich weniger futuristisch, aber trotzdem überzeugend.

Geht es um das Infotainment, ist das wohl spektakulärste Detail des neuen Peugeot 2008 seine digitale Cockpitanzeige mit dreidimensionaler Anmutung. Vor dem Lenkrad zeigt das Display anstelle der gewohnten Rundinstrumente ein futuristisch gezeichnetes Bild, bei dem zentrale Elemente quasi über dem Hintergrund schweben. Der Hersteller nennt die Darstellung i-Cockpit, es ist schon seit einiger Zeit für die Kompaktwagen des Hauses erhältlich. Wie bei einem Android-Smartphone kann man zwischen verschiedenen Themenwelten und Farben wählen. Zudem lassen sich unterschiedliche Inhalte in der Mitte darstellen, etwa Hinweise zu den Fahrassistenten oder die Kartendarstellung der Navi-Abteilung. Es sieht wirklich nett aus.

Wer den 2008 als Neuwagen konfiguriert, bekommt schon in der kleinsten Modellvariante Active einen Bordmonitor mit sieben Zoll in der Diagonale. In den nächstgrößeren Varianten wächst die Anzeige auf zehn Zoll. Stets werden Android Auto und Apple Carplay für den kabelgebundenen Anschluss des Smartphones unterstützt. Wir haben die Anlage im GT ausprobiert, hier ist zudem das Navigationssystem mit dem Namen Nac serienmäßig, es kostet sonst zwischen 740 und 990 Euro. Zu Nac gehören die Connect Box mit Sim-Karte und Notruffunktion sowie eine Spracherkennung.

Im 2008 GT sitzt der große Monitor über zwei Schalterreihen. Erstere arbeitet mechanisch und dient weitgehend zur Einstellung der Klimatisierung. Die zweite Reihe dahinter funktioniert digital, jede Taste ruft ein Untermenü des Infotainments auf. So kommt man schnell zum Ziel, wenngleich etwas irritiert, dass man nach einer Änderung der Temperatur nicht automatisch in die Kartendarstellung der aktiven Navigation zurückgeführt wird.

Das Navi gefällt mit flexibler Zieleingabe: Auf der virtuellen Tastatur muss man in der Regel nur wenige Buchstaben tippen, um sofort die ersten Vorschläge zu erhalten. Das funktioniert nicht nur mit Ort und Straße, sondern auch während der Suche nach Sonderzielen. Nach Beginn der Routenführung erkennt der Fachmann sogleich, dass hier bewährte Technik von Tomtom zum Ziel führt. Die Darstellung ist übersichtlich und präzise, und am rechten Bildschirmrand gibt es die Tomtom-typische Visualisierung der Verkehrsstörungen. Man sieht sofort, in welcher Entfernung ein Stau zu welcher Verzögerungszeit führt.

In den weiteren Abteilungen zeigen sich keine Überraschungen, also gute Basisfunktionalität für Telefonie, Medienwiedergabe und Personalisierung bestimmen das Bild. Die Sprachsteuerung arbeitet systemübergreifend und erledigt ihre Aufgabe gut. Der Smartphone-Akku lässt sich gegen einen Aufpreis von 150 Euro mit einer induktiven Ladeschale befüllen. Wie andere Autohersteller bringt auch Peugeot USB-Anschlüsse des neuen Typs C ins Fahrzeug. Ist ein gutes Soundsystem gefragt, steht eine Focal genannte Anlage für 760 Euro in der Preisliste. Sie hat zehn Lautsprecher und einen Subwoofer. Der 12-Kanal-Verstärker bringt es auf eine Gesamtleistung von 515 Watt, man beachte allerdings, dass man wegen des Subwoofers auf das Notrad im Kofferraum verzichten muss.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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