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Wärme auf Pump

Von Georg Küffner
Aktualisiert am 12.02.2020
 - 15:22
Die Wärmepumpe am Bau ist kaum zu übersehen.
Sie soll eine tragende Rolle für die Energiewende spielen. Doch beim Einbau einer Wärmepumpe gibt es einige Fallstricke. Selbst beim Bohren der tiefen Löcher können Fehler passieren.

Sie sind keine Schönheiten. Sie sehen aus wie Mülltonnenhäuschen mit Loch oder erinnern an jene Kältemaschinen, wie sie zu Tausenden an den Wohncontainern amerikanischer Trailerparks hängen. Bei diesen Schmuckstücken handelt es sich um elektrisch betriebene Luft-Wärmepumpen, die zunehmend beliebt werden. Vor allem in Neubauten haben sie die Nase vorn, wenn es darum geht, Häuser mit Heizwärme und heißem Duschwasser zu versorgen. Dem bisherigen Favoriten, dem Gasbrennwertkessel beziehungsweise der Gastherme, haben sie den Rang abgelaufen. Anders in Bestandsbauten. Sollen Häuser aus den sechziger Jahren mit einer neuen Heizung geadelt werden, setzen die Bauherrn weiter vor allem auf Geräte, in denen an Ort und Stelle, also im Heizungskeller, Gas, Öl oder Holzpellets verbrannt und die Rauchgase über den Schornstein in der Umgebung verteilt werden.

Genau in diesem Punkt unterscheiden sich die rund eine Million in Deutschland aufgestellten Wärmepumpen, die entweder wie die Luft-Wärmepumpe Umweltwärme der Umgebungsluft entnehmen oder sich bei der im Boden oder Grundwasser eingelagerten Sonnenwärme bedienen. Sie alle produzieren am Aufstellungsort keine Abgase und benötigen daher keinen Schornstein. Das ist wesentlich für die Wertschätzung, die diese Technik bei Häuslebauern erfährt. Sie deshalb pauschal als Klimaretter zu betiteln, wie Hersteller und Politik es gern tun, ist aber nicht ganz richtig. Nur wenn die Geräte zu einhundert Prozent mit Ökostrom betrieben würden, arbeiteten sie klimaneutral. Aber so viel grüner Strom steht nicht zur Verfügung, erst recht nicht, wenn nach den Vorstellungen der Befürworter dieser Technik bis zum Jahr 2030 zwischen fünf und acht Millionen Geräte installiert werden sollten.

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Quelle: F.A.Z.
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