FAZ plus ArtikelGangschaltung fürs Gelände

Premiere auf Schotter

Von Martin Häußermann
18.05.2021
, 15:00
Campagnolo und Kindernay wagen sich auf neues Terrain vor. Zum Start der Saison schicken sie ihre Radsportler mit 13 und 14 Gängen ins Gelände.

Campagnolo – reifere Radsportler schnalzen bei der Erwähnung des traditionsreichen Komponentenherstellers aus Italien mit der Zunge. Sie kennen aber auch noch Eddy Merckx oder Miguel Indurain, die mit Campagnolo-Schaltungen mehrfach die Tour de France gewannen. Die Jüngeren hingegen haben die alten Helden der Landstraße oft nicht mehr auf dem Schirm und fremdeln im Übrigen auch mit der Landstraße selbst. Sie wollen lieber ins Gelände, verfolgen aus den Vereinigten Staaten importierte Trends, wie Graveln (Rennrad auf Schotter) und Bikepacking (Offroad-Radreisen mit kleinem Gepäck). Das ist inzwischen auch nach Italien durchgedrungen, wo man lange die reine Lehre des Straßenrennsports pflegte – ein kurzer, aber wenig erfolgreicher Exkurs aufs Mountainbike mal ausgenommen.

Nun scheint man bei Campagnolo die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und bietet ergänzend zu den Rennschaltungen Chorus, Record und Super Record nun auch noch eine Gravel-Gruppe an. Die heißt Ekar, benannt nach einem Berg in den venetischen Voralpen, dessen Gipfel in 1364 Meter Höhe über raues Geläuf erobert werden kann. Die Schaltung verfügt, und das ist nun eine wirkliche Weltpremiere, über eine Kassette mit 13 Ritzeln. Wettbewerber bieten in ihren Gravel-Gruppen jeweils nur elf Ritzel an. Diese können aber auf Wunsch mit einem doppelten Kettenblatt kombiniert werden.

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Quelle: F.A.S.
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