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FAZ plus ArtikelZukunft der Elektromobilität

„Europa muss für seine Autos Batterien bauen“

Von Johannes Winterhagen
 - 17:03

Herr Yoshino, Sie sind 1948 geboren, in einer Zeit, da Japan von den Folgen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet war. Wie ist in diesem Umfeld der Wunsch in Ihnen entstanden, Wissenschaftler zu werden?
Mich hat eine Lehrerin im dritten Grundschuljahr stark beeinflusst. Sie war jung und kam frisch von der Universität, wo sie Chemie studiert hatte. Sie gab mir Michael Faradays „Naturgeschichte des Kerzenlichts“ zu lesen. Das Buch erläutert, welche Reaktionen beim Verbrennen einer Kerze auftreten. Das hat mich tief beeindruckt.

Sie haben sich dann tatsächlich für ein Chemiestudium entschieden. Wann haben Sie sich erstmals mit Akkus beschäftigt?
Nach dem Studium begann ich im Jahr 1972 bei Asahi Kasei (einem japanischen Hersteller von Spezialchemikalien, Anm. der Redaktion). Zunächst arbeitete ich an verschiedenen Themen, unter anderem an elektrisch leitenden Kunststoffen. Polyacetylen, das ich damals untersuchte, war auch als Elektrodenmaterial in der Diskussion. Als ich mich 1981 erstmals mit dem Entwicklungsstand von Akkus beschäftigte, stellte ich fest: Es gab zwar viele Ansätze für aufladbare Batterien mit hoher Energiedichte, aber niemand hatte bislang den Durchbruch geschafft. Das größte Hindernis lag damals im Werkstoff für die Anode. Ich nahm zunächst an, Polyacetylen könne ein gutes Anodenmaterial darstellen.

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Quelle: F.A.S.
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