<iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelMechanikuhr und Smartwatch

App jetzt läuft die Zeit

Von Martin Häußermann
 - 09:34
zur Bildergalerie

Uhren, die Bewegung und Schlaf des Besitzers aufzeichnen, haben für Peter Stas eine große Bedeutung. Und zwar in erster Linie eine wirtschaftliche. Stas ist Gründer der Uhrenmanufaktur Frédérique Constant und leitet sie nach ihrem Verkauf an den japanischen Citizen-Konzern als CEO. Der Niederländer gehört zu den wenigen Führungspersönlichkeiten in der traditionellen Uhrenindustrie, der das Thema Smartwatch frühzeitig ernst genommen hat. Und im Gegensatz zu allen anderen, die das Thema heute ebenfalls besetzen, entschied sich Stas, dafür auch eine eigene elektronische Plattform zu schaffen. Dazu gründete er sogar ein eigenes Unternehmen. So kann er Elektronik und Technik nach eigenen Vorstellungen weiterentwickeln und ist nicht auf Dritte angewiesen.

Horological Smartwatch nennt Frédérique Constant die Produkte, die unter der eigenen Marke sowie unter der Schwestermarke Alpina vertrieben werden. Die sehen aus wie richtige Uhren mit richtigen Zifferblättern und Zeigern, die allerdings von einem Quarz gesteuert werden und ihre Energie einzig aus wiederaufladbaren Batterien ziehen. Alles andere, was heutzutage unter Smartwatch firmiert, sind in Uhrengehäuse eingelassene TFT-Bildschirme, die mit teilweise pixeligen Darstellungen nur vorgeben, Uhren zu sein. 2015 führten Frédérique Constant und Alpina die Horological Smartwatch ein. 50.000 Exemplare wurden seither verkauft, innerhalb der Kernmarke, die zirka 160.000 Uhren im Jahr absetzt, bestreiten sie einen Umsatzanteil von rund zwölf Prozent. „Das ist für uns also durchaus bedeutend“, sagte Stas bei der Vorstellung seiner neuesten Entwicklung „Hybrid Manufacture“, einer Uhr, die ein hochwertiges, mechanisches Manufakturkaliber und elektronische Zusatzfunktionen zusammenführt. Für manchen Mechanikfan ist das ein Sakrileg. Das geliebte Automatikwerk von einem seelenlosen Bordcomputer kontrollieren lassen, das gehe doch gar nicht, murrten Kritiker nach der Vorstellung des neuen Konzepts.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Digital

F.A.Z. Premium

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenSmartwatchBatterien