FAZ plus ArtikelNeuer Megahub im Güterverkehr

Hier rollt was Großes an

Von Eberhard Krummheuer
16.07.2020
, 12:29
Moderne Umschlagtechnik statt umständlicher Rangiermanöver: So will die Bahn in ihrem neuen Megahub in Lehrte mehr Güterverkehr auf die Gleise holen. Höfliche Skepsis begleitet den Plan.

Erdacht wurde das Konzept schon im vorigen Jahrhundert. Zur Weltausstellung im Jahr 2000 in Hannover sollte die Anlage dem staunenden internationalen Publikum als dezentrales Expo-Projekt außerhalb des Messegeländes präsentiert werden, doch dann fehlte das Geld. Nun aber ist nach langem, quälendem Hin und Her am niedersächsischen Eisenbahnknotenpunkt Lehrte, wo sich wichtige Nord-Süd-Schienenstränge mit Ost-West-Verbindungen kreuzen, ein Hotspot für den Kombinierten Verkehr (KV) auf Schiene und Straße mit Containern, Lastwagen-Aufbauten und Sattelaufliegern entstanden. Der „Megahub Lehrte“ steht vor der Inbetriebnahme. Bisher ist die Schnellumschlaganlage einzigartig unter den mehr als 200 KV-Terminals in Deutschland, ein 170-Millionen-Euro-Pilotprojekt von Bund und Bahn.

Unter Alltagsbedingungen soll getestet werden, ob mit aufwendiger, rechnergesteuerter Verladetechnik der gute alte Rangierbahnhof ersetzt werden kann und sich daraus neue Marktchancen für den schwächelnden Schienengüterverkehr ergeben. Die Last des Güterverkehrs trägt an erster Stelle die Straße, 3,7 Milliarden Tonnen im Jahr 2018. Der Eisenbahnverkehr bringt es laut Statistischem Bundesamt nur auf 400 Millionen Tonnen. Kann das alles jetzt anders werden?

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