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FAZ plus ArtikelElektroautos auf der Fähre

Stromschlag auf See?

Von Eberhard Krummheuer
Aktualisiert am 21.05.2020
 - 09:14
Bauchschmerzen oder Geschäftsmodell: Ob und wie Elektroautos an Bord einer Fähre wie der Robin Hood von TT-Line versorgt werden, ist eine spannende Frage.
Mit der Verbreitung des Elektroautos wird die Frage drängend, ob es auf eine Fähre darf. Manche Betreiber wollen sogar Ladesäulen an Bord errichten. Fachleute sehen indes viele ungeklärte Risiken.

In ihre neue, umweltfreundliche Zukunft will die TT-Line 2022 starten. Dann plant die Reederei mit Sitz in Lübeck-Travemünde, die im Ostseefährgeschäft mit ihren sechs Schiffen im Jahr rund 600.000 Passagiere, 100.000 Autos und 300.000 Lastwagen befördert, einen derzeit in einer chinesischen Werft heranwachsenden Schiffsneubau in Betrieb zu nehmen: ihr erstes „Green Ship“. Es ist 230 Meter lang, 31 Meter breit und hat Platz für 800 Passagiere. Das ökologische „Grün“ beansprucht die neue Fähre, die zwischen Travemünde sowie Rostock und dem südschwedischen Trelleborg pendeln soll, für sich insbesondere wegen ihres dualen Antriebskonzepts. Der große Pott kann einerseits mit Schiffsdiesel betrieben werden, andererseits aber mit Flüssig-Erdgas, Liquefied Natural Gas – besser bekannt unter der Abkürzung LNG.

Wann immer dieser Stoff zur Verfügung steht, sollen Luftschadstoffe und Treibhausgasemissionen rasant sinken: Schwefeloxide um 98 Prozent, Stickoxide um 82 Prozent, Feinstaub um 93 Prozent und Kohlendioxid immerhin noch um ein gutes Fünftel, rechnet die TT-Line vor.

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