FAZ plus ArtikelEdle Handhebelmaschinen

Zug um Zug auf einen Espresso

Von Georg Küffner
02.08.2021
, 14:39
Duftende Momente: Seit 1884, aus Italien, natürlich.
Kaffee ist nicht gleich Kaffee und Espresso nicht gleich Espresso. Zwei sündhaft teure Handhebelmaschinen zeigen im Vergleich, wie man den Genuss richtig zelebriert. Wir füllen die Tassen und wandern durch die Geschichte der Technik.

Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Sie erinnern an die aus Spielhöllen nicht nur von Las Vegas bekannt gewordenen einarmigen Banditen. Bei den frühen Typen dieser Geräte musste mit Muskelkraft ein Hebel niedergedrückt werden, um drei mit Symbolen geschmückte Walzen zum Rotieren zu bringen. Kamen die nach kurzer Zeit zur Ruhe und drei goldfarbene Glocken strahlten durchs Sichtfenster, war einem der Hauptgewinn sicher. Längst sind diese Geräte elektronisiert. Für Bewegung sorgen Elektromotoren, Start und Stopp erfolgt auf Knopfdruck, und Wahrscheinlichkeits-Algorithmen bestimmen die Gewinnchancen. Betagte Geräte sind Liebhaberstücke. Sie sind gesucht, von Vertretern der Fangemeinde des analogen Glücksspiels, die sich für begreifbare Technik begeistern können.

Eine auf den ersten Blick verblüffende Parallele aus der Welt der analogen Technik liefern – und das mit steigender Zahl an Überzeugungstätern – die klassischen Siebträger-Espressomaschinen. An Rädchen drehen, das frisch gemahlene Kaffeemehl aufklopfen, stopfen, Hebel umlegen und danach den Brühvorgang akribisch überwachen, das verlangt dem Maschinisten, dem Barista, einiges an Aufmerksamkeit ab. Und das ist gut so.

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Quelle: F.A.S.
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