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Tech-Talk

Was war mit APT 28?

Von Michael Spehr
 - 09:01

Der Hackerangriff auf das Regierungsnetz ist wieder einmal eine schmerzhafte Lektion in Sachen Sicherheit. Das Datennetz der Bundestagsverwaltung, der Informationsverbund Berlin-Bonn, wurde angegriffen. Das stellte man im Dezember fest, angeblich lief der Angriff schon längere Zeit, womöglich ein ganzes Jahr.

Der Informationsverbund galt als sicheres, durch Filter und Firewalls geschütztes Netz. Es wird von Teilen des Bundestags, dem Bundesrat, dem Bundeskanzleramt und anderen Behörden genutzt. Die Hackergruppe APT 28 soll dahinterstecken, angeblich stamme sie aus Russland oder werde zumindest von Russland unterstützt, heißt es. Nun muss vor allem geklärt werden, ob die Hacker eine Sicherheitslücke nutzten, „die deutschen Behörden bekannt war“. Diese Frage des Grünen-Politikers Konstantin von Notz ist brisant.

Denn Deutschland verwendet zur Überwachung verdächtiger Personen den Staatstrojaner. Der Staatstrojaner wiederum setzt voraus, dass bekannte Lücken – in welchen Systemen auch immer – nicht geschlossen werden, sondern offen bleiben. Sie dienen als Türöffner für staatliche Überwachung. Denkbar also, dass dieser Hackerangriff nur deshalb erfolgreich war, weil deutschen Behörden die Überwachung wichtiger ist als unsere Sicherheit.

Quelle: F.A.S.
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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