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Zwischen Trinkhalle und Bürotürmen

Von Philip Eppelsheim
29.08.2018
, 13:35
Eine kleine Welt für sich: die Trinkhalle an der Kölner Straße im Frankfurter Gallusviertel
Mitten in Frankfurt wird ein neues Stadtviertel gebaut. Viele der alten Anwohner haben Angst, dass es dann keinen Platz mehr für sie gibt. Ein Ortsbesuch im August 2018.

Morgens um kurz vor sechs öffnet Claudia das Verkaufsfenster des Kiosks. Die Nacht ist noch nicht ganz weg und der Tag noch nicht ganz da. Morgengrauen. In den Häusern rundherum ist es still. Über den Spielplatz hinter dem Häuschen huschen ein paar Ratten. Tauben picken sich durch den Müll. Die Baustelle auf der anderen Seite der Straße wirkt noch friedlich – so, als schlafe sie. Ihre Kräne ragen steif in den Himmel.

Dort, wo seit Monaten graue Betonmauern aus der Erde wachsen, lagen früher viele Gleise. Ein riesiger Güterbahnhof stand mitten in der Stadt. Er war mehr als hundert Jahre alt, wurde aber kaum noch genutzt. Die Bahn legte ihn vor zwanzig Jahren still. Dann riss sie alles ab. Seitdem lässt Frankfurt hier ein neues Viertel bauen.

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Quelle: Frankfurter Allgemeine Woche
Autorenporträt / Eppelsheim, Philip
Philip Eppelsheim
Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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