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Weltapfelgeschmack

Von Philipp Krohn
28.06.2018
, 06:26
Eckart Brandt hat 1983 begonnen, ein Bioreservat für alte Apfelsorten aufzubauen und sagt, sie seien bekömmlicher und geschmacklich im Vorteil.
Die Leute essen Pink Lady. Zugleich wächst die Sehnsucht nach alten Apfelsorten. Wie passt das zusammen? Ein Besuch im Alten Land im Sommer 2018.

Einer ist nicht durchgekommen.„Hier hat ein Hase oder ein Reh den Stamm gefegt“, sagt Rolf Lühs, der Juniorchef auf dem Herzapfelhof Lühs in Jork, mitten im Herzen des Alten Landes zwischen Hamburg und Stade. Seit dem 14. Jahrhundert wird auf diesem Boden Obst angebaut, Lühs wird den Hof eines Tages in sechster Generation führen, noch trägt sein Vater die Hauptverantwortung. Er zieht den Stamm aus dem lockeren Boden, faltet das Drahtnetz auf, das ihn schützen sollte. Aber wahrscheinlich juckte das Geweih eines Rehs. „Da kommt ein Neuer rein, dann geht das“, sagt Lühs.

Es ist ein heißer Frühlingstag auf dem Herzapfelhof. Die Äpfel des vergangenen Jahres verschwinden gerade von den Marktständen, Lühs arbeitet an der Ernte der kommenden Jahre. „Wenn die Bäume zwanzig Jahre Ertrag bringen, muss man jedes Jahr fünf Prozent neu anpflanzen.“

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Quelle: F.A.Z. Woche
Philipp Krohn  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Philipp Krohn
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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