Nächstes Gerücht

Treffen sich die Ölproduzenten nun doch?

04.02.2016
, 07:46
Irans Präsident Rohani (l.) und sein Ölminister begutachten einen neue Anlage nahe der iranischen Hafenstadt Assalouyeh.
Der Ölpreis befindet sich im Keller. Nun macht der nächste Bericht die Runde, die Förderländer könnten ein Krisentreffen einberufen - mit dabei: Iran und Russland.
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Sprechen sich die Erdöl exportierenden Länder nicht doch irgendwann ab und senken wegen des niedrigen Ölpreises die Produktion? Entsprechende Gerüchte gab es in letzter Zeit immer wieder, genauso schnell verschwanden sie hernach in der Versenkung. Nun kommt das nächste: Demnach sind mehrere große Förderländer bereit zu einem Krisentreffen, darunter das gerade wieder auf den Markt gekommene Land Iran und Russland, sowohl Länder des derzeit nicht funktionierenden Opec-Ölkartells würden teilnehmen als auch Staaten, die dieser Organisation nicht angehören.

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Das Gerücht gründet auf einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Schana, die wiederum den venezolanischen Ölminister Eulogio del Pino zitiert. Dieser habe sich dahingehend geäußert.

Bisher haben sich die Förderländer nicht darauf verständigen können, ihre Produktion herunterzufahren. Der Ölpreis ist den vergangenen 18 Monaten um etwa 70 Prozent gefallen aus mehreren Gründen: Viele Länder, vor allem der größte Förderer Saudi-Arabien, produzieren wohl ziemlich am Anschlag und außerdem ist mit Iran ein weiterer großer Anbieter auf den Markt gekommen nachdem die westlichen Länder ihre Sanktionen gegen das Land aufgehoben haben.

Gerade Saudi-Arabien hat in den vergangenen Wochen immer wieder verlautbaren lassen, dass es weiter fördern wird, um Marktanteile zu halten und Konkurrenten aus dem Markt zu drängen wie beispielsweise amerikanische Fracker. Am Mittwoch ist der Ölpreis schließlich um beinahe 5 Prozent gestiegen - diese aber wohl vor allem wegen des schwächeren Dollar-Kurses; Öl wird wesentlich in der Weltleitwährung gehandelt.

Quelle: ala./Reuters
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