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Corona in Entwicklungsländern

Die erste Welle

EIN KOMMENTAR Von Christoph Hein
Aktualisiert am 24.03.2020
 - 16:41
Kaum Zugang zu sanitären Anlagen: Eine Frau geht am Rande von Mumbai zusammen mit ihren Kindern zu einer Latrine im Freien.
In der Corona-Krise schauen die Industrieländer viel auf schmelzende Börsenkurse und Kurzarbeit. Dagegen fürchten die Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern schlicht den Hunger.

Das Coronavirus ist ein grässlicher Feind, unsichtbar und schwer zu bekämpfen. Jede Vorsichtsmaßnahme scheint berechtigt. Die Opferzahlen steigen, doch sind die Erkrankten nicht die einzigen Opfer: Das Lähmen des öffentlichen Lebens, das Abschotten und Distanzieren fordert einen unglaublichen Preis.

Während die Industrieländer auf schmelzende Börsenkurse und Kurzarbeit schauen, fürchten die Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern schlicht den Hunger. Ihre Regierungen stehen vor einem grausamen Dilemma: Sie müssen die Verbreitung des Virus aufhalten, schon weil es viel zu wenige Ärzte, Kliniken und Schutzanzüge gibt. Das Stilllegen der Wirtschaft aber heißt, dass Hunderte Millionen Tagelöhner ohne Einkommen dastehen.

In diesen Stunden zahlen die Menschen der Schwellenländer den Preis dafür, dass die Regierungen nie genug in den Aufbau der Sozialsysteme investiert haben. Gefüllte Vorratsspeicher und Barauszahlungen können den drohenden Schmerz nur lindern. Stimmen die Vorhersagen der Virologen, rollt auf Asien und Afrika schon eine Elendswelle zu, noch bevor das Virus überhaupt zugeschlagen hat.

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Soziale Distanz? Unmöglich!
Die Corona-Krise in den Slums von Manila

Quelle: F.A.Z.
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Christoph Hein
Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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