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Die Reichen erkaufen sich Distanz

Von Dennis Kremer
09.08.2020
, 11:30
Die Reichen verschaffen sich in Corona-Zeiten Abstand. Privatheit ist der neue ultimative Luxus. Koste es, was es wolle.

Tresore haben nicht den besten Ruf. Zumindest nicht in der Welt der Normalverdiener, in der man bei dem Stichwort wahlweise an muffige Hotelsafes, einfache Bankschließfächer oder schlechte Kinokomödien denkt, in denen die Protagonisten am Ende reichlich verkohlt, aber glücklich vor einer geöffneten Tresortüre stehen.

Florian vom Bruch kennt solche Filme zwar auch, kann aber den Eindruck keinesfalls bestätigen. Was nicht verwunderlich ist, ist der Mann doch Geschäftsführer von Buben & Zörweg, einem mittelständischen Betrieb in der Nähe von Pforzheim, der in der Welt der Reichen eine gewisse Bekanntheit genießt: Vom Bruch lässt Luxus-Tresore herstellen. Die Firma ist seit vielen Jahren in ihrem Bereich führend, darum ist es nicht nur Werbung, wenn der Geschäftsführer sagt: „Corona hat uns einen kleinen Boom beschert. Die Nachfrage nach Luxus-Safes ist hoch, und die Kunden dringen auf schnelle Umsetzung.“ Die Klienten – reiche Unternehmer, Adlige aus aller Welt, hin und wieder auch Sportler – wollen ihr Vermögen, ihre Sammlungen und Schmuckstücke, in der Nähe haben. Sich auf den Weg zum Banksafe zu machen erscheint ihnen in Corona-Zeiten ein Risiko.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Kremer, Dennis
Dennis Kremer
Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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