FAZ plus ArtikelZahl der Rentner steigt

Die Babyboomer werden alt

Von Kerstin Schwenn, Berlin
15.08.2020
, 18:09
Die Deutsche Rentenversicherung Bund zählt 816.000 neue Rentner im Jahr 2019. Es werden nicht nur immer mehr, sie sind auch deutlich länger im Ruhestand als früher.

Die Babyboomer werden alt: In Deutschland gehen jedes Jahr mehr Menschen in Ruhestand. Im vergangenen Jahr haben rund 816.000 Versicherte erstmals eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund der F.A.Z. in Berlin mit. Im Vergleich zum Jahr 2018 lag das Plus bei rund 4,1 Prozent. „Der Anstieg ist hauptsächlich demographisch bedingt, da stärker besetzte Jahrgänge in Rente gegangen sind“, erläuterte die Rentenversicherung. Damit leben in Deutschland jetzt rund 21 Millionen Rentner.

Am häufigsten bewilligte die Rentenversicherung 2019 die sogenannte Regelaltersrente. Hier liegt die Altersgrenze für diejenigen, die 1954 geboren und im vergangenen Jahr 65 wurden, bei 65 Jahren und 8 Monaten. Diese Rente erhielten rund 357.000 Neu-Rentner. Gegenüber 2018 gab es damit einen Anstieg um rund 5,1 Prozent. „Dieser Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass überwiegend weibliche Versicherte durch die weitere Anrechnung von Kindererziehungszeiten von sechs Monaten je Kind mit Geburt vor 1992 erstmals einen Rentenanspruch erworben haben“, hieß es. Die Ausweitung der Mütterrente hatte die schwarz-rote Koalition gleich zu Beginn der Legislaturperiode beschlossen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schwenn, Kerstin
Kerstin Schwenn
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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