Lebensmittel für Bedürftige

Der große Hunger auf die Tafeln

Von Sebastian Balzter
23.04.2016
, 16:41
Die Helfer der Tafeln sammeln in den Supermärkten rund 200.000 Tonnen überzählige Lebensmittel im Jahr ein und verteilen sie an Bedürftige.
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Gut 1,5 Millionen Menschen holen sich Brot, Obst und Gemüse bei den Lebensmittel-Tafeln. Es werden immer mehr. Dabei ist die Armut hierzulande gar nicht gewachsen.
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Smoothies, eine ganze Kiste voll, Geschmacksrichtung: Banane/Spinat. Felicitas von Bethmann wuchtet die Kühlbox mit den Mischgetränken auf einen Holztisch im Kirchenladen von Königstein im Taunus. Jeden Dienstag verteilen Bethmann und ihre Mitstreiter von der örtlichen Lebensmittel-Tafel hier, mitten im blank geputzten Millionärsstädtchen, wo die Banker, Manager und Industriellen dicht an dicht wohnen, die Reste der Überflussgesellschaft an die Armen.

Achtzehn große Kisten mit Brot, Nudeln, übrig gebliebenen Ostereiern, Süßigkeiten, Obst und Gemüse sind es diese Woche. Dazu Milch, Käse und Joghurt in einem mannshohen Kühlschrank in der Ecke des Raums. Und zum ersten Mal seit Gründung der Königsteiner Tafel: Smoothies.

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Früher hat Felicitas von Bethmann ein Altenheim geleitet. Jetzt nimmt sie den Deckel der Styroporkiste ab, schaut sich die Flaschen mit der sehr grünen Flüssigkeit an und macht dazu ein skeptisches Gesicht. „Na dann, viel Glück beim Verteilen“, muntert sie die drei anderen Helferinnen auf, die sich schon ihre Schürzen mit dem Logo der Tafel umgebunden haben. Eine von ihnen ist zur Armenhilfe im schwarzen Mercedes-Coupé herangebraust, berichtet eifrig von ihrem Debattierclub. Auch die anderen tragen unter den Schürzen Markenkleidung. Vier Damen im Renten- oder Vorruhestandsalter, die sich um ihr eigenes täglich Brot nicht mehr sorgen müssen. Jetzt wollen sie etwas Gutes tun.

Überzählige Lebensmittel an Bedürftige verteilen anstatt das Essen auf den Müll zu werfen - die aus Amerika importierte Idee ist so bestechend, dass sie seit der Gründung der ersten deutschen Tafel 1993 auch hierzulande ein Erfolgsmodell geworden ist.

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„Seismographen der Gesellschaft“

Jeder Konzernchef würde sich die Hände reiben, wenn er mit Wachstumszahlen prahlen könnte wie der Bundesverband Deutsche Tafeln: Mehr als 900 Tafeln mit gut 2000 Ausgabestellen gibt es in Deutschland, ihre Zahl hat sich innerhalb von nur zehn Jahren verdreifacht. 2005 kamen 500.000 Menschen mehr oder weniger regelmäßig, um sich Lebensmittel abzuholen, oft gegen einen kleinen Obolus, weswegen sie von den Helfern als „Kunden“ bezeichnet werden. Heute sind es gut 1,5 Millionen.

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Lebensmitteltafel
Zu Gut für die Mülltonne

Dabei hat sich, um im Jargon der Betriebswirte zu bleiben, die Zielgruppe kaum vergrößert. Zumindest weist das die Sozialstatistik so aus. Die Zahl der Haushalte, die nach der gängigen Definition als arm oder armutsgefährdet gelten, weil sie mit weniger als 60 Prozent vom Medianeinkommen über die Runden kommen müssen, ist seit Jahren ungefähr gleich. Daran hat nicht einmal die Hartz-IV-Reform etwas geändert, die seit 2005 gilt - dem Jahr, in dem die Zahl der Tafeln sprunghaft gestiegen ist. Hungern, das räumen sogar die schärfsten Systemkritiker ein, muss in Deutschland ohnehin niemand.

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Was bedeutet es, dass es trotzdem in jedem Zipfel des Landes eine Tafel gibt, seit 2010 sogar im reichen Königstein? So viele, dass selbst der Bundesverband der Tafeln weiteren Neugründungen kritisch gegenübersteht? Als „Seismographen der Gesellschaft“ bezeichnen sich die Tafeln selbst. Aber was genau zeichnen diese Seismographen auf?

„Längst keine soziale Bewegung mehr“

Es könnte sein, dass die Sozialstatistik nicht die ganze Wahrheit erzählt. Dann wäre doch ein - von den Behörden nicht registrierter - Anstieg der Bedürftigen der Grund für das Wachstum der Tafeln. Es könnte aber auch sein, dass sich einfach mehr Menschen ehrenamtlich engagieren und mehr Bäckereien, Supermärkte und Obsthändler zugunsten der Tafeln spenden wollen.

Bild: F.A.Z.

Das ließe sich gutmütig als Beweis dafür werten, wie groß in Deutschland die Hilfsbereitschaft von Privatleuten und Unternehmern über alle sozialen Schranken hinweg ist. Oder ein wenig boshaft als Beleg dafür, dass sich die aus einer Bürgerinitiative entstandenen Tafeln als „moralische Unternehmen“ etabliert haben, die den Ehrenamtlichen - es sind knapp 60.000 in ganz Deutschland, dazu kommen einige tausend geringfügig Beschäftigte - eine Gelegenheit zur gewissensfreundlichen Selbstverwirklichung geben - und der Wirtschaft eine Bühne zur Imagepflege.

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Diese These vertritt Stefan Selke, der an der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald Professor für Soziologie und gesellschaftlichen Wandel ist. „Die Tafeln sind längst keine soziale Bewegung mehr“, kritisiert er. „Sie wollen das herrschende System nicht verändern, sie wollen auch den Unterschied zwischen Bedürftigen und Gebenden nicht aufheben. Stattdessen folgen sie der unternehmerischen Logik, immer professioneller und größer zu werden.“

„Pannendiensteffekt“

Je zuverlässiger ein Hilfsangebot, desto häufiger werde es genutzt: Diese Gesetzmäßigkeit, die Selke am Beispiel der Automobilclubs als „Pannendiensteffekt“ beschreibt, gelte nun auch für die Tafeln. Und die größten Profiteure dieser Entwicklung seien Lebensmittelhändler wie Rewe und Lidl, die ihren Einsatz für die Tafeln systematisch zur Reputationspflege ausnutzten.

Der erste Kunde, der an diesem Dienstag zur Königsteiner Tafel kommt, ist Hamad Seif Sharif. Seit drei Jahren lebt er in Deutschland, er ist aus Somalia geflohen und über Belgien und die Erstaufnahme in Gießen nach Königstein gekommen. Ob er bleiben darf? „Ich weiß es immer noch nicht“, sagt der Fünfunddreißigjährige auf Englisch. In seinem Heimatdorf habe er als Fischer und auf dem Bau gearbeitet, jetzt zwinge ihn das Asylverfahren zum Abwarten. Ohne die Lebensmittel von der Tafel würden er, seine Frau und die drei Kinder zwar nicht hungern. „Das Geld vom Staat reicht zum Überleben“, sagt er. „Aber nicht, um den Kindern Geburtstagsgeschenke zu kaufen.“

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Zur Tafel kommt Sharif zu Fuß. Er wohnt mit seiner Familie nur fünf Minuten entfernt. Schnell sind der Trolley und die Umhängetasche voll, die er zur Ausgabe mitgebracht hat. Geschätzte zehn Kilo Lebensmittel zum Gegenwert von locker fünfzig Euro sind am Ende drin. Heute sei das Angebot ungewöhnlich reichlich, sagt Felicitas von Bethmann dazu - vielleicht, weil die Supermärkte sich bei den Bestellungen für das Ostergeschäft verkalkuliert haben. Zum Smoothie muss der Somalier nicht lange überredet werden, die Helferinnen geben ihm obendrein noch eine ausrangierte Pfanne und eine Packung Eier mit. Er freut sich sichtlich darüber, bedankt sich, legt die ortsüblichen zwei Euro in die Kasse und macht sich auf den Heimweg.

Angst vor Statusverlust

Wie fühlt es sich an, zwischen so vielen Reichen arm zu sein, in Königstein im Hochtaunuskreis, wo die durchschnittliche Kaufkraft je Einwohner nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung mit mehr als 30.000 Euro im Jahr so hoch ist wie fast nirgendwo sonst in Deutschland? Wo auf rund 16.000 Einwohner nach Auskunft des Pfarrers ein einziger Bettler kommt? „Wir vergleichen uns nicht mit anderen. Aber die Leute hier helfen uns, das ist gut“, sagt Hamad Seif Sharif, dessen Familie dem Asylbewerberleistungsgesetz zufolge 510 Euro Bargeld im Monat reichen müssen.

Bild: F.A.Z.

Die Flüchtlinge und die Tafeln, das ist ein eigenes Kapitel. Rund 250.000 Flüchtlinge, schätzt der Tafelverband, erhalten zurzeit Lebensmittelspenden, zusätzlich zu den „Bestandskunden“. Jede Tafel darf selbst entscheiden, ob und wie sie Flüchtlinge unterstützt. Wer noch in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnt, wo Caterer oder Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz für Essen und Trinken sorgen, bekommt gewöhnlich nichts. Alle anderen schon, sofern sie ordnungsgemäß registriert sind.

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Das hat mancherorts dazu geführt, dass sich angestammte Tafelgänger beschwerten, weil weniger für sie übrig blieb. Es kam hier und da zu Rangeleien an der Ausgabe. Soziologen konnten festhalten, was eigentlich selbstverständlich ist: Auch die Bedürftigen legen Wert auf eine Rangordnung, haben Angst vor weiterem Statusverlust. Wer als Hartz-IV-Empfänger in der sozialen Leiter weit unten steht, kann im Vergleich mit mittellosen Zuzüglern trotzdem auf eigene Vorrechte pochen.

„Solidarpaket“ klang wie ein Echo

Für Aufsehen sorgte die Meldung aus Dachau, die dortige Tafel sei vom Ansturm überfordert, Flüchtlinge würden fortan überhaupt nicht mehr unterstützt. Das „Solidarpaket“, das SPD-Chef Sigmar Gabriel später für deutsche Bürger forderte, damit sich die Einheimischen nicht benachteiligt fühlen, klang wie ein Echo auf diese Zwischenfälle.

Inzwischen bekommen die Flüchtlinge aber auch in Dachau wieder Lebensmittel von der Tafel. Und der Sprecher der Tafel im hessischen Wetzlar berichtet, dass die Kunden dort regelmäßig über die Frage abstimmen dürfen, ob sie mit den Flüchtlingen teilen wollen oder nicht. Bislang habe es stets eine deutliche Mehrheit dafür gegeben. „Keiner will selbst einmal in die Lage kommen, von einem Hilfsangebot ausgeschlossen zu werden“, interpretiert er die Resultate.

Für die Tafel im Hochtaunuskreis mit ihren Ausgabestellen in Königstein, Bad Homburg und drei weiteren Orten sammeln rund 200 Ehrenamtliche bei mehr als vierzig Supermärkten und Bäckereien der Region die überzähligen Lebensmittel ein: Brot vom Vortag, Waren kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, ausgelistete Konserven, reife Bananen und Birnen mit Druckstellen.

Ausgefeiltes System

Es ist die Überproduktion der Nahrungsmittelindustrie, die sich in unserer Marktwirtschaft lohnt, weil wir für eine große Auswahl einen Aufpreis zu zahlen bereit sind, für makelloses Obst und rund um die Uhr frisch gebackene Brötchen. Die Kehrseite ist, dass jedes Jahr viele Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Nur ein Bruchteil davon, rund 200.000 Tonnen, landet bei den Tafeln.

Hamad Seif Sharif, vor drei Jahren aus Somalia geflohen, an der Lebensmittelausgabe der Tafel in Königstein
Hamad Seif Sharif, vor drei Jahren aus Somalia geflohen, an der Lebensmittelausgabe der Tafel in Königstein Bild: Wolfgang Eilmes

Die Helfer im Hochtaunuskreis sammeln den Überfluss nicht nur, sie sortieren ihn auch und packen ihn bedarfsgemäß in Kisten. Sollen sie für eine ganze Familie reichen, kommt mehr hinein als für einen Einzelnen. Das System ist so ausgefeilt, dass die Helfer sogar schon darauf achten, ob die Empfänger Fleisch essen oder nicht, ob sie Milch vertragen oder andere Ernährungsvorschriften einhalten. Jeder im Landkreis, der Sozialleistungen bezieht oder weniger als 600 Euro im Monat zur Verfügung hat, bekommt vom evangelischen Dekanat, dem Träger der Tafeln, einen Ausweis und darf sich alle vierzehn Tage den Inhalt seiner Kiste abholen.

Einfach so vorbeigehen und sich die Taschen voll machen, das geht nirgends. Wie die Ausgabe im Detail organisiert ist, darin unterscheiden sich die einzelnen Tafeln aber deutlich. Es gibt Ausgabestellen, in denen die Lebensmittel wie im Tante-Emma-Laden zur Auswahl im Regal liegen. In anderen, etwa im Frankfurter Bahnhofsviertel, bleiben die Empfänger am Eingang stehen und die Helfer packen ihnen an Ort und Stelle ein, was Angebot und Nachfrage hergeben. In Wetzlar gibt es für wenig Geld auch Kaffee und Kuchen. Und in Starnberg, der einzige Landkreis, der den Hochtaunuskreis mit Königstein in der Kaufkraftrangliste schlägt, spendiert der Metzger einmal in der Woche ein Mittagessen.

„Größere Probleme, als wir wahrhaben wollen“

Aber ganz gleich, wie sie das Einsammeln, Sortieren und Verteilen organisieren: Von zwei Trends berichten die Helfer im Taunus und am Starnberger See, in Wetzlar und im Frankfurter Bahnhofsviertel gleichermaßen. Erstens nimmt, unabhängig von den Flüchtlingen, die Nachfrage überall zu. Zweitens sticht dabei eine Gruppe heraus, weil sie besonders stark wächst: die Rentner.

Agnes Andricevic gehört dazu, seit drei Jahrzehnten lebt sie in einem Stadtteil von Königstein. Früher hat sie in Krankenhäusern geputzt und den Patienten das Essen gebracht. Jetzt ist sie 80 Jahre alt, ein Helfer fährt sie zur Tafel, seit einer Hüftoperation geht sie am Stock. „Lebensmittel sind teuer, meine Rente ist klein“, sagt Andricevic. 600 Euro habe sie im Monat, davon gingen zwei Drittel für die Miete drauf. Brot, Gemüse und Obst verstaut sie in einem Rollkoffer und einem Rucksack; den Smoothie lässt sie stehen. „Heute ist es mehr, als ich selbst essen kann. Das gebe ich den Nachbarn, wir werfen nichts weg.“

Über Altersarmut wird gerade viel gesprochen, die Angelegenheit ist verzwickt: Einerseits geht es vielen Rentnern und Pensionären heute sehr gut, den Statistiken zufolge muss sich nicht die aktuelle Generation von Senioren Sorgen machen, sondern erst die kommende. An den Tafeln zeigt sich eine andere Wirklichkeit. „Die Bundesrepublik hat größere soziale Probleme, als wir gemeinhin wahrhaben wollen“, sagt der Armutsforscher Christoph Butterwegge von der Universität Köln dazu. Die Tafeln könnten diese Not zwar manchmal lindern. Eigentlich sei das alles aber die Aufgabe des Staats, findet Butterwegge. Sie Privatleuten zu übertragen führe zu neuen Schieflagen: „Die Hilfsbereitschaft ist nicht unbedingt dort am größten, wo sie besonders nötig ist.“

Schlimmstenfalls werden Reformen gebremst

Tatsächlich: Während im reichen Hochtaunuskreis in den vergangenen Jahren neue Ausgabestellen dazukamen, stand die Tafel in Görlitz, dem Schlusslicht in der Kaufkrafttabelle, kurz vor dem Aus, weil sich nicht genug Spender für Miete, Strom und Benzin fanden. Deshalb zahlen die Tafelgänger für ihre Lebensmittelkiste dort auch mehr als doppelt so viel wie in Königstein.

Schlimmstenfalls, argumentiert Butterwegge, linderten die Tafeln die Not und bremsten auf diese Weise nötige Reformen. Auf das Beispiel in Königstein übertragen, heißt das: Gäbe es die Tafel nicht, würden Agnes Andricevic und Hamad Seif Sharif für höhere Sozialleistungen auf die Straße gehen. Und sollten sie sich damit durchsetzen, dann müssten die gutsituierten Tafel-Helferinnen und die ganze bessere Gesellschaft des Städtchens eben mehr Steuern und Beiträge zahlen, statt regelmäßig die dankbaren Worte der Armen zu hören.

So lautet die klassische linke Kritik am jüngsten Wachstum der Tafeln. Sie ist das Gegenstück zum gelegentlich aus liberalen Kreisen zu hörenden Vorwurf, die fast kostenlose Lebensmittelausgabe nehme den Menschen den Ansporn, sich selbst aus ihrer Misere herauszuarbeiten. Verständlich, dass sich Jochen Brühl, der Vorsitzende des Bundesverbands der Tafeln, weder den einen noch den anderen Schuh anziehen will.

Nicht helfen, um die Situation zu eskalieren?

„Wir sind nicht systemrelevant“, wiegelt er ab. In Deutschland seien 16 Millionen Menschen arm oder von Armut gefährdet, nicht einmal jeder zehnte von ihnen komme zur Tafel. Es könne also keine Rede davon sein, dass die Tafeln die Ungleichheit im Land im großen Stil mit Almosen übertünchten. „Wir sind auch kein ausführendes Organ der Regierung, sondern eine Bürgerbewegung.“ Der Verband spreche sich deutlich für höhere Sozialleistungen aus. Aber den Armen nicht helfen, um die Situation eskalieren zu lassen? Das hielte Brühl für zynisch.

Zurück zur Ausgangsfrage: Woran liegt es, dass Deutschlands Tafelrunde immer größer wird? Die Antwort ist vielseitig: Ganz offensichtlich gibt es auf der einen Seite eine große Zahl an Menschen, die mit ihrer Rente oder den Sozialleistungen kaum auskommen. Zweifellos ist auf der anderen Seite das Konzept über die Jahre attraktiv für Helfer und Spender geworden. Das führt zu einem großen Angebot an Tafeln, das wiederum die bedürftigen Leute anlockt. Schön blöd, wenn jemand mit kleinen Einkünften sein Geld im Supermarkt für Essen ausgibt, wenn er es anderswo fast kostenlos bekommen kann und dann Geld für anderes übrig hat.

Achtzehn Kisten hatten die Helferinnen in Königstein gepackt. Siebzehn sind nach einer halben Stunde abgeholt, die übriggebliebenen Smoothies verteilen die vier Damen untereinander. Die achtzehnte Kiste geht zurück zur Sortierstelle. Die Frau, für die sie gepackt war, ist nun schon zum dritten Mal nicht gekommen, offenbar hat sie die Hilfe nicht mehr nötig. Eigentlich eine gute Nachricht. Jetzt, sagt Felicitas von Bethmann, können wir dem Nächsten auf unserer Warteliste helfen.

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Balzter, Sebastian
Sebastian Balzter
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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